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Letztens im Kino (oder auf DVD)....

Avatar (17-01-10)
2012
(14-11-09)
The Dark Knight (31-08-08)

Planet Terror (26-10-07)
Zimmer 1408 (30-09-07)
Death Proof (30-09-07)

Hot Fuzz (27-06-2007)
Fluch der Karibik 3 (27-06-07)
The Hitchhiker's Guide to the Galaxy (03-06-07)
Spider-Man 3 (03-06-07)

Shooter (03-06-07)
Smokin' Aces (12-03-07)
Pan's Labyrinth (12-03-07)
Schräger als Fiktion (12-03-07)
Rocky Balboa (13-02-07)
Saw 3 (13-02-07)

Schwere Jungs (13-02-07)
Casino Royale (11-12-2006)
Severance (11-12-2006)
Cildren of Men (11-12-2006)
Deutschland - Ein Sommermärchen (11-12-2006)
Borat (19-11-2006)
Adams Äpfel (19-11-2006)
Das Parfüm (02-10-2006)
Snakes on a Plane (02-10-2006)
Wer früher stirbt ist länger tot (21-08-2006)
Superman Returns (17-08-2006)

Napoleon Dynamite (15-08-2006)
Fluch der Karibik 2 - Dead Man's Chest (01-08-2006)
The Fast and the Furious - Tokyo Drift (01-08-2006)

Poseidon (28-07-2006)
Populärmusik aus Vittula (18-07-2006)

17-01-10
"Avatar", USA/UK 2009, 162 Min., Regie: James Cameron
IMDB-Link - Trailer

James Cameron macht's irgendwie richtig. 1998 war er am Gipfel seiner Karriere, Hollywoods und irgendwie auch der Welt, als sein letzter Film TITANIC der erfolgreichste Film aller Zeiten wurde und 11 Oscars abräumte. Statt sich direkt in den nächsten Film zu stürzen nahm er sich aber ordentlich Zeit, entwickelte erstmal eine Serie ("Dark Angel", die Jessica Alba bekannt machte), drehte Dokus und ging seiner Leidenschaft dem Tauchen nach und bastelte einfach weiter an seinemn Projekt AVATAR, das er seit Mitte der 90er verfolgt. Schon damals wurde ihm schnell klar, dass die Technik einfach noch nicht so weit ist um das, was in seinem Hirn vor sich ging, auf die Leinwand zu zaubern. Nach TITANIC stand er eh vor dem Problem, dass auch Peter Jackson nach der THE LORD OF THE RINGS Trilogy hatte: fetter gehts einfach nicht. Doch kommt Zeit, kommt Rat und kommt Technik. Peter Jacksons Gollum war es schließlich, der 2002 Cameron überzeugte, dass die Technik nun langsam mit seinen Visionen Schritt halten kann. Die AVATAR Arbeiten begannen also und was es noch nicht gab, hat sich Cameron einfach erfinden lassen. Von der für AVATAR entwickelten Kamera- und Computertechnologie werden noch viele Filmemacher profitieren.
Cameron selbst sagte mal, dass er keine Filme sondern Spektakel drehe. Und die kosten eben Geld. Bis TITANIC wurden seine Filme nicht nur stetig teurer sondern auch immer länger. AVATAR ist zwar nun etwas kürzer als TITANIC, allerdings hat es Cameron damit wieder mal geschafft, den teuersten Film aller Zeiten zu drehen. Das dritte Mal, nach TITANIC und damals TERMINATOR 2. Man munkelt, dass AVATAR mit Werbekosten und allem drum und dran nah an die 500 Millionen US$ kam. Kein Wunder, dass schnell Stimmen im Netz laut wurden, der Filme würde das nie und nimmer einspielen. Auch beim Studio machte man sich in die Hosen und ärgerte sich wohl, dass man wieder diesem Verrückten vertraut hatte, der damals schon fast alle mit TITANIC ruiniert hätte. Aber eben nur fast. Am Ende haben es wieder alle gewusst und Cameron machte sie reich.
Und so läuft es nun auch mit AVATAR. Ruckzuck durchbrach der Filme sämtliche Einspielschallmauern in den USA, wie die 100 Millionen Grenze (nach fünf Tagen), 200 Millionen (nach zehn), 300 Millionen (nach 15), 400 (nach 23) und ist inzwischen weltweit bei 1,3 Milliarden US$. Auf dem zweiten Platz hinter TITANIC. Cameron macht's halt irgendwie richtig.
Aber jetzt mal zum Film. Wer Camerons Filme kennt weiß, dass es hier zwar immer sehr viel fürs Auge gibt und er auf Technik und Action steht, aber auch nie die Geschichte vergissen wird. TERMINATOR, TITANIC, THE ABYSS und ALIENS 2 waren Actionkino, aber eben mit Handlung und Figuren, die nicht nur Kanonenfutter waren. Meistens. Und so ist das bei AVATAR auch. Klar überrennt einen erstmal die 3D Technik, die einen wirklich in diese Welt rein zieht, aus der man am liebsten gar nicht mehr raus möchte, weil sie mit soviel Details und Liebe erzählt wird. Aber es gibt eben auch Figuren, für die man sich interessiert, deren Handlungen und Motivationen man versteht und daher ganz schnell auf der Seite der Nav'i, dem Volk auf dem Planeten Pandora, steht und die Menschen schnell los werden will.
Dass die Geschichte von A nach B ziemlich vorhersehbar ist, es eigentlich keine großen Überraschungen gibt, stört dabei dann irgendwie auch nicht. Trotz 162 Minuten ist der Film extrem kurzweilig, zieht sich nicht eine Minute und wenn es dann vorbei ist, will man eigentlich gleich nochmal rein, weil einen diese Welt so fasziniert. Und das schafft man nicht nur mit reiner Technik, da muss schon mehr dahinter sein und genau hier ist Cameron ein Meister seines Fachs.
Klar gabs die Geschichte schon oft zu sehen, DER MIT DEM WOLF TANZT ist da sehr nah dran, LAST SAMURAI und auch POCAHONTAS von Disney. Aber ist nicht jede Geschichte schon erzählt worden? Wichtig ist, dass man es neu erzählt - und das tut Cameron.


Insgesamt klare 9 von 10 Punkten, weil man wahrscheinlich noch nie so direkt an einem Film teilnahm und Cameron trotz all seiner technischen Spielzeuge nicht die Handlung vergisst und immer an den Zuschauer denkt. Und das sollten mal viel mehr Filmemacher tun, auch wenn sie nicht in 3D drehen. Denn auch hier macht es James Cameron einfach richtig.

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14-11-09
"2012", USA/CAN 2009, 158 Min., Regie: Roland Emmerich
IMDB-Link - Trailer

Also entweder hasst Roland Emmerich die Welt oder er steht einfach nur drauf, wenns richtig Wums macht. Wir glauben eher zweites, denn da hätte man dann eine Gemeinsamkeit.
Jedenfalls bringt unser Schwabe in Hollywood mit 2012 seinen dritten Film ins Kino, der vom Untergang der Welt erzählt und dabei eine wahre Zerstörungsorgie auf die Kinoleinwand bringt. INDEPENDENCE DAY von 1996 war der Anfang, da kamen die Aliens und ballerten uns weg. 2004 kam THE DAY AFTER TOMORROW, wo wir selbst dran Schuld waren, dass das Eis in der Arktis schmilzt und alles überschwemmt. Und 2012 ist es nun wieder die Natur, die uns mit gigantischen Erdbeben versucht auszulöschen.
Interessant an diesen drei Filmen ist, dass sie eigentlich alle drei die gleiche Geschichte erzählen. Sie funktionieren mehr oder weniger nach genau dem gleichen Schema, wo man einfach Namen und Herkunft der Figur X ein wenig variiert. Es gibt immer einen Familienpapa, der seine Frau und Kinder beschützen will und der Held der Geschichte ist. In INDEPENDENCE DAY war das Will Smith, in THE DAY AFTER TOMORROW Dennis Quaid. Es gibt immer einen Wissenschaflter, der das große Unheil vorher entdeckt, aber nicht richtig ernst genommen wird. Das war bei 1996 Jeff Goldblum, 2004 dann Ian Holm. Und es gibt immer einen Regierungsabgeordneten, der versucht alles runterzuspielen bzw. den Wissenschaftler nicht richtig ernst nimmt. Zwischendruch kracht, explodiert und knallt es, dass es eine Verschwendung wäre, sowas fürs Fernsehen zu machen. Das gehört auf die Kinoleindwand, keine Frage und deswegen hat Emmerich auch schon lange Deutschland verlassen, weil man sowas hier zum einen finanziell nicht zu stemmen ist und man außerdem ja eher belächelt und lieber richtige "Kunst" machen möchte. Emmerich hat mit seinen Katastrophenfilmen allerdings über zwei Milliarden Dollar eingespielt (die Zahl hat 9Nullen hinter der 2) und so gibts in Deutschland immer einen riesen Medienauflauf, wenn sein neuer Film ins Kino kommt, denn hier hat er schließlich sein Handwerk gelernt, blablabla.
Aber zum Film. Auch hier haben wir, wie bereits erzählt, einen Familienvater, dieses Mal gespielt von John Cusack, der mit seinen Kinder an einem Wochenende im Yosemite Park erste Anzeichen der Katastrophe bemerkt und einen irren Radioreporter kennenlernt, der das alles schon lange durchschaut hat. Den Wissenschaflter spielt hier Chiwetel Ejiofor, der Mann, der auf Grund seines Namens leider keine Karriere machen wird. Er erfährt von einem befreundeten Indischen Wissenschaftler, was da im Gange ist und kann den zweifelnden Regierungsbeamten, gespielt von Oliver Platt, sogar überzeugen, dass die Kacke bald wirklich am dampfen bzw. wackeln ist. Also baut man in China riesige Archen, womit ein paar Menschen, Tiere und Kunstwerke gerettet werden sollen. Keine Sorge, damit wird nicht zu viel verraten.
Ansonsten ist der Film noch mit allerlei sinnlosen Nebenfiguren geschmückt, die keiner braucht und die weder die Geschichte voran treiben noch auf eine besonders coole Art sterben. Bis auf Yuri vielleicht, ein russischer Multimilliardär, der irgendwie doch Eier beweißt. Aber das wird jetzt nicht verraten.
Die Story ist Nebensache, das weiß Emmerich und das wissen auch seine Abermillionen Zuschauer auf dieser Welt. Denn darum gehts es auch gar nicht. Dieser Film bietet Unterhaltung auf eine andere Art, durch unglaubliche Filmbilder, die auch nicht jeder Regssieur zaubern kann. Um 158 Minuten zu unterhalten darf aber auch nicht non-stop geerdbebt werden, das weiß Emmerich, und somit wartet er fast eine Stunde, bis es richtig los geht. Und da sieht man dann, dass er doch weiß, wie er sein Publikum langsam in den Bann zieht. Man erfahrt zwar nicht viel über all die Figuren im Film und somit interessiert man sich auch nicht großartig für sie. Doch der Trick liegt darin, dass man einfach nicht genau erahnen kann, wann es jetzt wirklich los geht. Und wenn es dann passiert wird es groooooß. Die Erbebensequenz in Los Angeles ist mit Abstand das gigantischste, was man, ja, eigentlich seit THE DAY AFTER TOMMORROW gesehen hat. Denn da ist Emmerich in seinem Element, hier ist er zu Hause und hier macht ihm auch keiner was vor.
Zwischendruch gibt es ein paar Dialoge oder Szenen zum stöhnen, weil sie eher dämlich sind, aber ansonsten funktioniert eigentlich alles auf seine Art ganz gut.
Der Film ist mit seiner Art einem Porno gar nicht so unähnlich, denn auch solche Filme sieht man sich nicht wegen der Handlung oder der Darstellerleistung an, hier gehts eigentlich ums Eingemachte. Wäre keine Überraschung, wenn 2012 auf DVD dann eine Art Vorspuhl-Film wird.

Ingesamt klare 7 von 10 Punkten, weil kein Regisseur auf dieser Welt so ein Katastrophenkino wie Roland Emmerich drauf hat. Und er es irgendwie immer schafft, seine Zuschauer bei Laune zu halten, was bei 158 Minuten ohne großartige Handlung wirklich eine beeindruckende Leistung ist.

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31-08-08
"The Dark Knight", USA 2008, 152 Min., Regie: Christopher Nolan
IMDB-Link - Trailer

Selten wurde ein Film im Vorfeld so sehr gehypt wie THE DARK KNIGHT. Hätte es nicht schon für Vorfreude und Internet Hype genug gereicht, dass Christopher Nolan überhaupt eine Fortsetzung zu seinem viel gelobten BATMAN BEGINS von 2005 dreht, in dem der Joker nach dem ersten BATMAN Film von 1989 wieder sein Unwesen treibt? Nein, es musste sich auch noch Joker Darsteller Heath Ledger im Januar diesen Jahres eine Überdosis Tabletten gönnen und so ins Jenseits befördern, was seiner Darstellung und dem Film an sich noch eine Überdosis morbides verleiht. Die Menschen in den USA jedenfalls strömen seit dem Start im Juli wie blöde ins Kino um sich Ledgers filmisches Vermächtnis anzuschauen und bescherten dem Film so in der Rekordzeit von gerade Mal 45 Tagen ein lokales Einspielergebnis von über 500 Millionen US$ und es sieht ganz so aus, als ob THE DARK KNIGHT nun zum zweiterfolgreichsten Film aller Zeiten werden könnte...
Wie auch immer, all das macht natürlich neugierig. Und schürt die Vorfreude. Gerade bei dieser Vorfreude wurden Erinnerungen an BATMAN BEGINS wach, der mit guten, finsteren Trailern ebenfalls auf großes hoffen lies, dann aber einfach an seinen eigenen Erwartungen scheiterte. Und so ist es bei THE DARK KNIGHT auch.
Der Film ist gut, keine Frage, er weiß zu unterhalten und jedes Mal, wenn Ledger auftaucht, zieht er einen gnadenlos in seinen Bann und gibt einen der besten Filmbösewichte aller Zeiten. Seine Gestik, Mimik, sein Gang und seine Stimme (im Original) machen klar, dass er sich wirklich voll und ganz in diesen Joker verwandelt hat. Aus diversen Internetforen war zu hören, dass er sich vier Wochen einsperrte um an Gang und Stimme der Figur zu arbeiten, was einen ja irgendwann irre machen muss.
Doch irgendwie ist von allem ein wenig zu viel in diesem Film und das macht ihn, wie so viele große, aufwendige Filme in den letzten Jahren, zu lang. Gut zweieinhalb Stunden dauert das Werk und kurz gegen Ende wär ich fast eingepennt, weil mich all das pompöse und spektakuläre nach zwei Stunden einfach schon müde gemacht hatte.
Irgendwie ist die zweite Hälfte des Films, nachdem sich der Politiker Harvey Dent in den Bösewicht Two Face verwandelt hat und an Batman wegen was rächen will, dann auch bei weitem nicht mehr so stimmungsvoll und fesselnd, wie die erste. Und warum Batman so eine nervig krächzende Stimme haben muss, verstand ich bei BATMAN BEGINS schon nicht.
Das kling jetzt alles negativer, als es eigentlich ist, denn THE DARK KNIGHT macht trotzdem Spass und lohnt sich auf der großen Leinwand. Nur ist es nicht der Über-Ultra-Megafilm, als der er jetzt öfter dargestellt wurde.
Interessant wird es noch Mal bei der kommenden Oscar Verleihung, ob die Academy Ledger wirklich posthum für einen Oscar nomnieren wird.

Insgesamt trotzdem klar 7 von 10 Punkten, weil Heath großartig und Bale irgendwie auch ne coole Sau ist und der Film mehr als viele andere in den letzten Jahren das Prädikat "Kinofilm" verdient. So etwas gehört auf die große Leinwand.

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26-10-07
"Planet Terror", USA 2007, 105 Min., Regie: Robert Rodriguez
IMDB-Link - Trailer

Knapp zwei Monate nach Tarantinos "Grindhouse" Beitrag kommt mit "Planet Terror" Rodriguez' Teil in unsere Kinos. Wer nicht auf Zombie- und Horrorfilme steht, wird sich bestimmt nicht in diesen Film verirren. Wer das aber tut, wird sehr zufrieden aus dem Kino kommen.
Im Vergleich zu "Death Proof" kann "Planet Terror" schon vorab drei Trümpfe auffahren, die Tarantino nicht zu bieten hatte:
1. Zombies
2. Eine (fast richtige) Story
3. Zombies
Fangen wir mit der Story an: Unglaublich, aber wahr, Rodriguez baut tatsächlich eine Dramaturgie auf. Die ist zwar nicht viel besser als in den meisten anderen Zombie Filmen, aber, hey: Es ist ein Zombie Film! Hier geht es als erstes darum, dass man die Regeln des Genres bedient und zwar irgendwie die Hauptfiguren in Action hält (bis sie nacheinander alle sterben) und immer wieder schöne Splatter Momente dazwischen würfelt. Dann sind schon Mal 90% der Hausaufgaben gemacht worden.
Jetzt ist aber der Herr Rodriguez ein cleverer und hat mit unter anderem Michael Biehn und Jeff Fahey ein paar Herren der 80er/90er A-, jetzt aber nur noch C-Movie Stars an Board (wer erinnert sich noch an "Terminator 1" und "Der Rasenmäher-Mann"?), die ihre kantigen Fressen, wie auch oft bei Tarantino, wunderbar hier unterbringen können. Außerdem streut er ein paar gute, eklige und coole Gags (Maschinengewehr als Bein - Hallo?!?! *verbeug*) und Sprüche ein und schafft es doch tatsächlich 105 Minuten lang irgendwie den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Da kann sich so manch Zombiefilm ein Stück von abbeißen.
Dass keine Langeweile aufkommt liegt mit Sicherheit auch an dem hohen Bodycount und weil Rodriguez einfach weiß, wann wieder getötet werden muss. Was ihn aber noch von anderen aktuellen Zombiefilmen unterscheidet ist, ganz klar, der Blutgehalt. Selten hat man soviel Blut spritzen sehen, wenn in Köpfe geschossen, Hälse gebissen oder Leute überfahren wurden. Da werden Erinnerungen an BRAINDEAD wach, wo das ganze auch so ausuferte, dass es einfach nur noch zum Schreien komisch war.
Außerdem ganz gross: die Damen! Ja, alle sehen verdammt gut aus, auch verschwitzt, angesägt und blutbesudelt, vorallem Rose McGowan mit ihrem Maschinengewehr-Bein und Marley Shelton als völlig danebene Arzt-Gattin. Beide natürlich immer nur mit dem nötigsten bekleidet.

Insgesamt klare 7 von 10 Punkten, weil der Film so einen Spass macht und für die Laufzeit wunderbar zu unterhalten weiß. Außerdem haben Zombiefilme immer einen kleinen Bonus verdient...

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30-09-07
"1408", USA 2007, 94 Min., Regie: Mikael Håfström
IMDB-Link - Trailer

Irgendwie war es schön, "Zimmer 1408" zu sehen. Nicht, weil es ein romantischer oder so zu Herz gehender Film ist, neee, ganz im Gegenteil: "Zimmer 1408" ist ein Old-School Horrorfilm, der nicht besonders blutig ist und damit eigentlich ziemlich gegen den aktuellen Horrortrend fährt, wo es ja heißt, je mehr Folter und Gewalt, desto besser. Ich gebe zu, ich steh auch da drauf, aber "Zimmer 1408" erinnert eben, wie unterhaltsam es auch sein kann, wenn man sich nur auf Grund der unheimlichen Atmosphäre in den Sessel kauert.
Michael Enslin ist Autor von Büchern, wo es um Gebäude, Zimmer oder Plätze geht, wo Geister gesehen wurden oder irgendwann Mal schreckliche Dinge passierten, seit dem es heißt, dass der Ort nun verflucht sei. Enslin verbringt dort immer eine Nacht und wartet, bis etwas passiert. Was aber nie der Fall ist. Schließlich wird er auf das Dolphin Hotel in New York und das darin gelegene Zimmer 1408 aufmerksam gemacht, wo 56 Morde und Selbstmorde stattgefunden haben sollen. Grund genug für Enslin sich das Mal genauer anzuschauen...
Stück für Stück wird hier die Spannungsschraube weiter angezogen, sobald Enslin erst Mal im Zimmer 1408 ist. Und das funktioniert erstaunlich lange! Ohne hier zu viel verraten zu wollen, verliert sich Enslin immer mehr in der Geschichte des Zimmers, was wirklich für einige WAHHHH-Momente sorgt. Und das ohne Blutfontänen.
Großes Plus des Films ist John Cusack als Michael Enslin, der es schafft den Film fast komplett alleine zu tragen, spielt er doch zu 75% in einem Raum mit auch fast nur ihm darin.
Im letzten Drittel kann der Film leider die anfängliche Spannungskurve nicht mehr ganz halten und auch das Ende ist so lala, aber das stört das Gesamtbild nicht besonders. "Zimmer 1408" erinnert in den besten Momenten an große Klassiker wie etwa "The Shining", was vielleicht daran liegt, dass beide auf Vorlagen von Stephen King basieren. Und auch in den schwächeren wirkt der Film immer noch unterhaltend und erfrischend, so dass dieses 94 Minuten einfach nur schön gruseln.

Insgesamt 7 von 10 Punkten für eine gelungene Atmosphäre, einen tollen John Cusack und die Erinnerung an den guten alten old-school Horror.

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30-09-07
"Death Proof", USA 2007, 114 Min., Regie: Quentin Tarantino
IMDB-Link - Trailer

"Death Proof" ist eigentlich kein Film. Das geht damit los, das "Death Proof" als einer von Zwei-in-einem-Film geplant war, nämlich zusammen mit Robert Rodriguez' "Planet Terror" im sogenannten GRINDHOUSE Double Feature. Jetzt ist dieses 3 Stunden Projekt in den USA aber ziemlich gefloppt, so dass die Produzenten international beide Film um ca. 20 Minuten verlängert getrennt ins Kino bringen. Und damit natürlich beide aus dem ursprünglich geplanten Gesamtkonzept reißen, was eine Homage und ein Tribut an die damaligen "Bahnhofskinos" in den USA war, die B- und C-Movies in Doppelvorstellungen zeigten.
Aber hätte das Double Feature "Death Proof" zu einem Film gemacht? Nein, bestimmt auch nicht.
Das geht damit los, dass jegliche Dramaturgie fehlt. Es gibt einen Stuntman, lässig gespielt von Kurt Russel, der gerne junge, hübsche, leicht bekleidete Frauen, die viel zu viel reden, mit seinem death proofen Auto, womit man alles und jeden über den Haufen fahren kann, weils ja ein Stuntman Auto ist, um die Ecke bringt. Davor sieht man die zwei Gruppen von Damen, um die es im Film geht, endlose Machodialoge führen, bis dann ein paar schöne Splattereinlagen folgen und alle sterben. Zumindest die erste Gruppe. Bei der zweiten dreht sich der Spies um und plötzlich ist Kurt Russel derjenige, der gejagt wird. Wow! Hab ich jetzt was verraten? Nein, keine Angst. Obwohl das auch das einzige wäre, was es zu verraten gäbe.
Und ansonsten passiert einfach nix in diesem Film! Die Mädels plappern vor sich hin, was ein paar ganz nette Momente ergibt, Kurt Russel geistert immer in deren Nähe rum und plappert auch ein wenig, was ebenfalls zu ein paar netten Momenten führt, aber viel zu schnell fragt man sich: Ist das alles? Und ja, es ist alles.
Klar gibts den erstklassigen Tarantino Soundtrack, da bleibt sich der Meister treu, aber ansonsten fehlt hier alles, was die großen Tarantino Filme "Reservoir Dogs", "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" ausgemacht hat (KILL BILL jetzt Mal bewusst aussen vor gelasssen, denn der war auch schon nicht mehr so toll).
Bleibt zu hoffen, dass Rodriguez' PLANET TERROR, der diese Woche startet, da mehr punkten wird...

Insgesamt 4 von 10 Punkten, für einen Film, wo so ein komisches, unbefriedigtes Gefühl nach dem Ende auftaucht und man gar nicht dran denken möchte, dass ein Tarantino sowas lahmes gemacht hat. Und ohne den Sountrack wäre es noch ein Punkt weniger gewesen.

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27-06-07
"Hot Fuzz ", UK/FR 2007, 121 Min., Regie: Edgar Wright
IMDB-Link - Trailer

Ich liebe sogenannte "Film-Teams", also Typen, die immer wieder zusammen arbeiten. Kevin Smith ist so einer, der hat immer die gleichen Leute und Darsteller um sich und meistens kommen da gute Sachen raus. Peter Thorwarth, Regisseur von BANG BOOM BANG, ist auch so einer. Und Edgar Wright sowie seine Darsteller Simon Pegg und Nick Frost ab jetzt auch.
Die haben angefangen mit einer Britischen Fernsehserie nachmens "Spaced", die bei uns eigentlich nie lief, dafür sind ein paar Folgen bei Youtube online. Richtig groß wurden sie dann vor knapp drei Jahren, als sie mit SHAUN OF THE DEAD einen wahnsinnig lustigen Vertreter in die Comeback Zeit der Zombiefilme schickten und sich damit vor den großen Filmen von George A. Romero verbeugten. Wahnsinng lustig zwar, aber trotzdem auch, und da liegt die eigentliche Kunst, ernstzunehmend und mit Zombie Athmosspähre, sprich, Spannung.
Dieses Mal gings an das Genre der Buddy-Movies und Polizeiactionfilme und auch da gelingt dieses Kunststück: HOT FUZZ nimmt all diese Filme liebevoll aufs Korn, verehrt und zitiert sie aber auch.
Der Cop Nicholas Angel (Simon Pegg) wird aus London in ein kleines Nest zwangsversetzt und es dauert nicht lange, bis er dort mit seinem neuen Partner (Nick Frost) auf eine Reihe merkwürdiger "Unfälle" stößt. Weiter geht das 0815-Schema, als ihnen erst keiner glaubt und sie ganz alleine ermittelnt müssen.
Bis dahin läuft der Film ganz unterhaltend vor sich hin, es gibt einige gute Lacher, doch das letzte bißchen Pepp fehlt und als Fan dieser Truppe und SHAUN OF THE DAED hatte man schon etwas Angst, dass man leicht unbefriedigt aus dem Saal entlassen wird.
Doch dann macht es plötzlich CLICK und der Film wird ein sowas von gewürzter Actionkracher, dass es eine wahre Freude ist! Da wird mit zwei Waffen in Zeitlupe durch die Luft fliegend geballert, es gibt Straßen Schießereien, Explosionen, Faustkämpfe, Action im Supermarkt undundund. Doch das beste: es passt zum Film! Es wirkt nicht plötzlich aufgesetzt oder völlig überzogen, sondern es funktioniert. Naja, vielleicht ein bißchen überzogen, aber da kommt man wohl auch nicht dran vorbei, wenn man all diesen großen Actionfilmen seine Ehre erweisen will.
Schön auch zu sehen, dass es auch hier diverse schöne Splatter-Momente gibt, die wunderbar in einen Zombiefilm gepasst hätten.

Insgesamt 8 von 10 Punkten, weil der Film auch so, bis zu diesem Knackpunkt gute Unterhaltung bietet, dann aber sowas von aufdreht, dass sich wohl auch ein zweite Mal anschauen lohnt. Und ich bin mir sicher, dass auch die nächste Zusammenarbeit dieser Herren eine gute Mischung wird.

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27-06-07
"Pirates of the Caribbean: At World's End", USA 2007, 168 Min., Regie: Gore Verbinski
IMDB-Link - Trailer

Ganz ehrlich, wenn mich jemand fragt, worum ging es in "Fluch der Karibik 3" denn eigentlich, ich wüsste nicht, was ich sagen soll.
Die Gewerkschafft der Piraten muss sich irgendwie zusammen schließen um zu verhindern, dass ein böser Piratendämon befreit wird, was aber dann doch nicht so schlecht ist, weil dieser die beste Hilfe gegen Captain Davy Jones (der Typ mit den Tentakeln im Gesicht) wäre aber der hat sich mit dem, ich sag jetzt Mal, Anführer der Menschen, also der Soldaten, sprich, der Navy, zusammen getan oder musste es weil der sein Herz hat und den Vater von Orlando Bloom gibts da ja auch noch, den der wiederum natürlich retten will bzw. muss und Keira Knightley sieht immer noch aus wie ein 12jähriger Junge....ähhh....puhh! Alles echt nicht einfach. Aber irgendwie mus man 168 Minuten ja auch füllen. Ne Stunde weniger hätte wohl auch nicht für mehr Verwirrung gesorgt.
Jack Sparrow muss natürlich auch noch mitspielen, sonst ist's ja kein Fluch der Karbik, aber da lässt sich der Film erst Mal 30 Minuten Zeit. Jack jedenfalls brauchen die Verdi-Piraten um ihren Bund wieder vollständig zu machen, denn, ganz klar, der gehört zum Vorstand. Und den müssen sie erst Mal aus irgendeiner Zwischenwelt retten, wo man nicht tot und auch nicht am Leben ist. Da hat der Film auch seine beste Szene, wo schön der Wahnsinn von Jack in dieser Dimension dargestellt wird. Aber sonst gibt's jetzt eigentlich nichts, was mir groß in Erinnerung geblieben wäre. Das große Finale in diesem riesigen Strudel, und ich nehme hiermit wirklich nichts spannendes vorweg, ist auch nicht besonders und auch sonst fehlt halt irgendwie alles, was den ersten Teil so besonders und unterhaltend und den zweiten Teil auch noch okay machte. Diese großen Szenen, wie etwa die Krake aus dem Zweiten oder wie die Geisterpiraten aus dem ersten unter Wasser laufen, solche Sachen, wo man einfach denkt, jaaaawohl! Das ist großes Kino! Klar wird hier auch geprotzt, aber es juckt keinen und hat den Film sofort wieder vergessen, wenns vorbei ist. Naja, eigentlich nicht Mal vergessen, denn da war nie was, was man hätte vergessen können...und so endet eine Trilogie, die so toll angefangen hat. Wärs doch bei einem Film geblieben...

Insgesamt 4 von 10 Punkten, weil ein großer Start einer Trilogie mit einem so schwachen und uninteressanten Finale endet. Und Filme mit Pause mittendrinnen gehen auch gar nicht!

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03-06-07
"The Hitchhiker's Guide to the Galaxy", USA/UK 2005, 109 Min., Regie: Garth Jennings
IMDB-Link - Trailer

Jetzt gibt's noch einen tollen Film, über den ich letztens wieder gestolpert bin und den man sich unbedingt Mal anschauen sollte, als DVD-Tipp: "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy"
Ich muss gleich erwähnen, dass ich leider das Buch nicht gelesen habe, daher wohl nicht so voreingenommen vor zwei Jahren in diesen Film ging und er mich wohl genau deswegen auch so weggeblasen hat. Wow! Das war unterhaltendes Kino, wie es es nicht oft gibt!
Für den Briten Arthur Dent beginnt sein Leben quasi neu, als die Erde gesprengt werden soll, da sie für einen Intergalakitschen Freeway Platz machen muss. Sein Kumpel Ford, der eigentlich gar nicht von der Erde ist, rettet ihn gerade noch begibt sich mit ihm nun auf einen hitchhike im Weltall. Und der Film erzählt dann wohl in etwa die Geschichte des ersten Teils von Douglas Adams Hitchhiker's Reihe.
Allein der Anfang des Films ist schon spektakulär, schleudert es uns doch im wahrsten Sinne von einem Britischen Nest in die Weiten des Universums. Und solche Momente gibt es immer wieder, wie man plötzlich das kleine Raumschiff oder so verlässt und BANG - draußen in den unendlichen Weiten ist.
Mit Sam Rockwell als Zaphod Beeblebrox hat der Film außerdem einen der wohl lustigsten Charaktere, die man seit langem gesehen hat. Ich sag nur "Alright!"! Und die Vielzahl weiterer lustiger Figuren von verschiedensten Planeten und tollen Ideen, wie etwa dem Übersetzter Fisch, der sich von Schallwellen ernährt und diese so filtert, dass man jede Sprache im Universum versteht, machen diesen Film zu einem eins A Filmerlebnis, was an Unterhaltung eigentlich keine Wünsche offen lässt.
Klar ist natürlich, dass das Meiste davon wird wohl bereits in Douglas Adams Buchvorlage gewesen ist, die ich mir jetzt unbedingt Mal vornehemen muss.

Ingesamt 9 von 10 Punkten, für viel Fantasie, eine visuelle hervorragende Umsetzung und einen Zaphod, der zum schreien ist. Bitte verfilmt auch noch die anderen Teile!!!

Kurzer Nachtrag: Letztens sprach ich mit jemandem, der das Buch kennt über den Film und der fand ihn das allerletzte. Daher gleich notiert: Buch besorgen!

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03-06-07
"Spider-Man 3", USA 2007, 140 Min., Regie: Sam Raimi
IMDB-Link - Trailer

SPIDER-MAN, einer der Helden meiner Kindheit. Mann, war ich aufgeregt, als der erste Teil ins Kino kam. War dann zwar etwas ernüchternd, was man so auf der Leinwand sah, aber trotzdem ganz okay. Aber fand ich den zweiten dann langweilig! Schlimm! So langweilig, dass mir der dritte Teil eigentlich ziemlich wurscht war. Als Fan von aufwendigem und effektbepacktem Kino hats mich dann aber doch noch letztens in den Saal gezogen, weil ich mir dachte, dass der Film auf DVD bestimmt nicht gut wirkt.
Und siehe da, es geht eigentlich alles ganz gut los. Es gibt einen Haufen Bösewichte inklusive Venom, der Außerirdischen Masse, die von negativer Energie angezogen wird und diese dann verstärkt, es wird viel durch New York geflogen und wir sehen jede Menge Kämpfe in der Luft, wo ich mich manchmal fragte, wo denn jetzt mein Controller ist, weil das alles so an ein Computerspiel erinnerte. Aber okay, besser als der zweite war der Film für mich schon alle Mal.
Doch nach und nach stellte sich dann raus, dass es eigentlich hauptsächlich um Peter Parker und seine Beziehung zu seiner Freundin Mary Jane geht. Gut, dass gehört ganz klar zu Spider-Man dazu, keine Frage, aber ist es das, was mir aus meiner Kindheit in Erinnerung geblieben ist, wenn ich an Spidy zurück denke? Nein! Ich kenn ihn in der Luft, in seinem Kostüm und kämpfend! Naja, muss man drüber hinwegsehen. Doch leider macht der Film noch einen Fehler, denn er meint, jeder Figur eine eigentlich positive Motivation geben zu müssen. So ist der Sandman zwar ein entflohener Ex-Knacki, der aber eigentlich nur Geld für die teure Operation seiner Tochter sammeln will, damit die nicht stirbt. Oh Mann...so ein geiler Bösewicht, der dann sowas noch aufgeladen bekommt. Und natürlich war der eigentlich auch noch der Mörder von Peter Parkers Onkel, damals, im ersten Teil. Hätte das alles nicht auch wunderbar funktioniert ohne dieses Tochter-Ding? Na klar! Außerdem hätte sich der Film dadurch dann eine schrecklich schmalzige Szene am Ende erspart, wo Peter Sandman schließlich verzeiht um damit noch Mal die Message des Films zu unterstreichen: man hat immer eine Wahl. *schluchz*
Großartig jedoch Tobey Maguire, wie er sich als böser Spider-Man und Peter Parker verhält. Das gab dem normalerweise eher spiesigen und langweiligen Peter endlich Mal ein wenig Pfeffer und da darf er nun Mal die Sau rauslassen.

Ingesamt gibt's 5 von 10 Punkten, weil die Bösewichter alle top sind, aber der Film klar zu lang ist, um gute 20 Minuten. Und teilweise nimmt er sich so ernst, dass diese 20 Minuten noch viel länger wirken.

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03-06-07
"Shooter", USA 2007, 124 Min., Regie: Antoine Fuqua
IMDB-Link - Trailer

Mark Wahlberg ist schon ein cooler Hund, keine Frage. Und ich finde, der sieht so nett aus. Schauspielerisch erst Mals in JIM CARROLL mit Leonardo DiCaprio aufgefallen, hat er doch bereits da einen ganz guten Eindruck hinter lassen. Seine Musik Karriere lassen wir hier jetzt Mal außen vor.
Danach folgten immer schön abwechselnd große Filme, wie BOOGIE NIGHTS, THREE KINGS oder I HEART HUCKABEES, und miese, wie THE BIG HIT oder PLANET OF THE APES. DEPARTED, seinen letzten, fand ich ja gut und jetzt kommt mit SHOOTER wieder ein Vertreter der eher schwachen Wahlberg Filme.
Marky Mark hier dieses Mal als Ex-Militär-Scharfschütze, der von der Regierung aufgesucht wird um mitzuhelfen ein Attentat auf den Präsidenten zu verhindern. Klar, dass er da dann nach etwas zögern dabei ist und auch klar, dass da nicht alles so läuft, wie gedacht. Denn eigentlich wollten fiese Hintermänner ihn nur dabei haben um ihn dann als Killer hinzustellen. Dass kann ein Ex-Rapper und Unterwäschemodel so natürlich nicht auf sich sitzen lassen, als wird brav gerächt, bis alle Bösen tot sind, viel in die Luft gejagt und am Ende schließlich fast alles wieder beim alten ist.
Ordentlich inszeniert ist das ganze natürlich, Regisseur Antoine Fuqua hat mit TRAINING DAY, der richtig gut war, und KING ARTHUR, der richtig langweilig war, ja bereits gezeigt, dass er das kann. Also inszenieren. Ne gute Story hatte er seit TRAINING DAY leider nicht mehr mit an Board, da kann auch Wahlberg als cooler Ex-Killer nicht mehr viel retten. Obwohl es schon interessant ist, wie er ziemlich Steven Segal like mit ca. 3 Gesichtsausdrücken den Film meistert, was immerhin 2 Gesichtsaudrücke mehr als Segal sind.

Insgesamt 4 von 10 Punkten, weil die Action zwar schon stimmt und Wahlberg einfach ein netter Kerl ist, aber leider nix in dem Film ist, was einen irgendwie fesselt oder auch nur einen Tick Lust macht, der "Story" (?) zu folgen.

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12-03-07
"Smokin' Aces ", USA 2006, 109 Min., Regie: Joe Carnahan
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Mann, Mann, Mann, das klang ja alles so gut: jede Menge Gangster und Auftragskiller, Casinos, Schießereien, koksende Mafiosi und das FBI. Das alles gemixt mit Zutaten wie schnellen Schnitten, Zeitlupen, Blutspritzern und interessanten Kameraeinstellungen und fertig ist ein neuer „Snatch“ oder „Bube, Dame, König, Gras“. Hätte eine Guy Ritchie inszeniert. Obwohl, der ist in letzter Zeit auch irgendwie nicht in Form….jedenfalls stimmt bei „Smokin’ Aces“ gar nix.
Das geht los mit dem Anfang, wo einfach Mal ein wilder Haufen Charaktere ins Filmbecken geschmissen werden, die alle voll cool und total abgedreht sein sollen, man aber selber erst Mal nicht mitkommt und sich fragt, was die jetzt genau wollen und wer die jetzt genau sind. Irgendwann wird dann klar, dass alle den Las Vegas Entertainer Buddy „Aces“ Israel jagen, auf den die Mafia ein Kopfgeld ausgesetzt hat, weil er vor dem FBI aussagen will.
Und so geht das dann halt los. Nach und nach trudeln alle bei dem Hotel ein, wo sich Buddy aufhält, die Killer nähern sich langsam auf ihre Art ihrem Opfer, das FBI kommt natürlich erst etwas später, das ganze endet in einem Showdown mit wilder Schießerei und am Ende ist dann doch nicht alles so, wie es scheint. Außer dem ständigen Gähnen und Kopfschütteln. Denn irgendwie, schlimmstes Filmverbrechen, langweilt das alles und man gähnt so vor sich hin. Denn kaum eine der 100 Figuren etwa bringt die Geschichte irgendwie groß voran. Klar ist das alles ganz nett inszeniert und der Sound stimmt auch, aber das reicht halt nicht, so lange die Geschichte nicht interessant ist. Und diese hier ist es so überhaupt nicht.
Interessant ist einzig, dass der Film die ganze Zeit auf ultra lässig und hip macht, am Ende aber dann alles ganz schrecklich ernst wird, ohne irgendein Zeichen von Humor oder Selbstironie, was zum anfänglichen Konzept einfach so gar nicht passt. Gut, auch am Anfang war das nicht cool, aber am Ende beißt es sich besonders auffällig.
Einziger kleiner Lichtblick: Jeremy Piven als total Zugekoster Buddy Israel, der ganz gut zu unterhalten weiß.

Insgesamt 2 von 10 Punkten, weil die Enttäuschung nach den Vorraussetzungen echt groß war und der Film sich im Kino überhaupt nicht und auch auf DVD wohl kaum lohn. Und ohne Jeremy Piven wärs wahrscheinlich nur ein Punkt gewesen.

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12-03-07
"El Laberinto del Fauno", MEX/SPA/USA 2006, 112 Min., Regie: Guillermo del Toro
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Der große Favorit also um den Oscar als bester Ausländischer Film. Klar, dass der angeschaut werden muss, gerade, wenn er von Guillermo Del Torro, dem Regisseur von „Hellboy“ und „Blade 2“ kommt. Da war offensichtlich, dass es nicht unbedingt zimperlich zur Sache gehen wird und auch auf jeden Fall ein paar interessante Kreaturen und Insekten auftauchen, ein Markenzeichen von Del Torro.
„Pan’s Labyrinth“ ist die Geschichte der kleinen Ofelia, die in Zeiten des Spanischen Bürgerkriegs 1944 mit ihrer Mutter zu deren neuem Ehemann, einem diktatorischen, faschistischen und brutalen General zieht, der ihre Mama geschwängert hat. Eines Nachts wird sie von einer Fee besucht, die sie zu einem Pan führt, ein Fabelwesen, dass Ofelia für die verloren gegangene Prinzessin des Reiches hält, wo er herkommt. Damit sie beweisen kann, wirklich die Prinzessin zu sein, stellt er ihr drei Prüfungen. Diese versucht Ofelia nun nacheinander zu bestehen, während ihre Mutter unter der Schwangerschaft leidet und der General versucht, die letzten Truppen der Rebellen zu zerschlagen.
Groß war angekündigt worden, dass der Film eine kritische Auseinandersetzung mit eben dem Spanischen Bürgerkrieg sein sollte, eingebettet in eine phantastische Geschichte eines kleinen Mädchens und somit sollte das ein Märchen für Erwachsene ergeben. Oder so ähnlich. Denn ich habe den ganzen Film über genau nach dieser Verbindung zwischen der Märchengeschichte von Ofelia und der blutigen Geschichte der Rebellen und des Generals gesucht, die nebenbei stattfindet. Ist mir vielleicht gerade deswegen irgendwas anderes wichtiges nicht aufgefallen? Gut möglich, jedoch war mir am Ende nicht klar, wo da jetzt der gemeinsame Nenner sein soll. Denn beides passiert eigentlich größtenteils nebenbei, ohne dass es sich groß beeinflusst.
Klar kommt der Fantasy Fan gut auf seine Kosten, es gibt die anfangs angekündigten Kreaturen und auch einige brutale Szenen mit dem General, aber da mir das große Ganze dieses Films leider verborgen blieb, ging ich mit leichtem, verständnislosen Kopfschütteln aus dem Saal.

Insgesamt aber 6 von 10 Punkten, da der Film toll aussieht, einige spannende Momente bietet und Del Torro weiterhin ein sehr kreativer Regisseur ist.

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12-03-07
"Stranger than Fiction", USA 2006, 113 Min., Regie: Marc Forster
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Will Ferrell ist ein Comedy-Phanomän in den USA. Fast egal, was der Mann da in den letzten paar Jahren gemacht hat, es war ein Mega-Erfolg. Doch langsam versucht der Saturday Night Live Mann den Jim Carrey ähnlichen Wechsel zu ernsteren Themen. Letztes Jahr sah man ihn in einem kleinen Independent Film namens „Winter Passing“ und nun folgt der ebenfalls deutlich mehr künstlerische als klamaukige „Schräger als Fiktion“. Ferrell muss bei diesen kleineren Filmen zwar auf seine inzwischen bei 15 bis 20 Millionen Dollar stehende Gage verzichten, allerdings gibt es ihm die Möglichkeit genau so die trotteligen Typen mal zu vernachlässigen, die er von „Anchorman“ bis letztens zu „Talladega Nights“ spielte und die ihn reich machten. Und mich, nebenbei angemerkt, zu einem großen Fan, da ich bei eben diesen trotteligen Ferrell-Filmen mich regelmäßig beömmeln vor lachen….
In „Schräger als Fiktion“ spielt er den Steuerbeamten Harold Crick, der sein Leben jeden Tag nach genau dem gleichen Ablauf lebt. Sprich, punkt 6:35 wird aufgestanden, dann mit exakt 32 Kreisbewegungen die Zähne geputzt, gefrühstückt, er braucht genau 127 Schritte zur Bushaltestelle, macht eine 3 Minuten Kaffe- und eine 60 Minuten Mittagspause und so weiter, bis es jeden Abend um 23.30 Uhr wieder ins Bett geht. Das alles wird uns von einer weiblichen Erzählerstimme erzählt, die Harold plötzlich zu hören beginnt. Es geht los beim Zähne putzen, dann auch in der Arbeit und Harold fragt sich ziemlich schnell, ob er verrückt ist, weil sonst niemand außer ihm, natürlich, diese Stimme auch nur wahrnimmt. Schnell ist Harold der Meinung, dass er die Hauptfigur in einem Buch sein muss, da sich genau so die Stimme anhört. Er sucht Hilfe bei einem Literaturprofessor, gespielt von Dustin Hoffmann, und zusammen wollen sie heraus finden, was für eine Art Roman es ist, in dem Harold sich befindet. Doch die Zeit eilt, denn Harold hat heraus gehört, dass seine Erzählerin ihn sterben lassen will….
Das klingt jetzt eigentlich nach einem idealen Film für Leute wie Spike Jonze, Michel Gondry und Charlie Kaufmann, die mit „Being John Malkovich“ und „Eternal Sunshine of a Spottless Mind („Vergiss mein nicht“ mit Jim Carrey“) eben solche sich abgefahren anhörende und dann umwerfende Filme bereits gemacht haben, wo es um die eigene Psyche, Identität und Erinnerung geht. Und hätte ein Michel Gondry diesen Film hier gemacht, wäre er bestimmt etwas schräger geworden, was dem Film auch tut getan hätte. Aber trotzdem unterhält auch „Schräger als Fiktion“. Ferrell ist gut als spießiger Steuerbeamter, auch wenn hin und wieder der leicht trottelige Blick seiner anderen Figuren, allen voran der großartige Anchorman Ron Burgundy, an den er gelegentlich mal auch hier erinnert, durchblitzen. Die obligatorische Liebesgeschichte, die auch nicht fehlen darf, macht dank der süßen Maggie Gylenhall, die Ferrel im Laufe der Geschichte kennen lernen wird, ebenfalls Spass und Dustin Hoffmann ist eh eine Bank, auf die man sich verlassen kann.
Außerdem spielt der Film bei manchen Szenen mit dem Erzähler/Erzählter-Verhältnis. Sprich, Ferrell beginnt auf seine Stimme zu hören, wenn sie nicht mehr nur beschreibt, was er gerade tut. Daraus ergeben sich ein paar nette Gags, insgesamt wäre aber wohl genau dieser Ansatz etwas gewesen, was aus dem Film noch mehr hätte machen können.

Insgesamt aber klare 7 von 10 Punkten für einen guten und glaubwürdigen Ferrell und eine interessante und lieb erzählte Geschichte, die aber ganz klar nicht an Meisterwerke von Gondry und Jonze heranreichen kann.

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13-02-07
"Rocky Balboa", USA 2006, 102 Min., Regie: Sylvester Stallone
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Es war ja gar nur schwer möglich an Stallones letztem Kapitel seiner Rocky Saga vorbeizukommen, hatten sich doch die meisten Medien schnell auf den Film eingeschossen. Anfangs, als bekannt wurde, dass der 6. Rocky Film in Produktion gehe, wurde Stallone nur müde belächelt und bemitleided. Sein letztes und ältestes Pferd im Stall würde er jetzt, am erfolglosen Ende seiner Karriere, wieder ausgraben und gnadenlos ausschlachten um irgendwie wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen. Denn auch RAMBO 4 sei ja nun in Produktion. Doch genau so schnell kamen dann auch die ersten positiven Kritiken ans Tageslicht, als der Film im Dezember in den USA startete und die bösen Kritiker Zungen verstummten.
Das schöne an ROCKY BALBOA: es geht eigentlich gar nicht mehr um den Boxkampf. Klar, ohne den wäre kein Rocky Film ein Rocky Film, aber trotzdem ist er am Ende, als es dann dazu kommt, nur noch Nebensache. Rocky braucht zwar diesen Kampf für sich selbst, aber der Film erzählt eigentlich die Geschichte eines alten Mannes und wie er so vor sich hinlebt, alten Zeiten nachtrauert und irgendwie versucht zu Recht zu kommen.
Alt werden ist Scheiße und als ehemaliger Sportler besonders. Das ist wohl eine der Kernaussagen so eines Films. Ist das neu? Nein. Braucht es zu diesem Thema noch einen Film? Auch nicht unbedingt. Wenn allerdings eine Figur wie Rocky, den jeder kennt und der immer für eine dynamische und Jugendverbundene Sportart wie das Boxen stand, plötzlich in das Zentrum so einer Geschichte tritt, dann wird das ganze gleich interessanter, ist doch die Figur Rocky immer unvermeidbar verbunden mit seinem Erschaffer Sylvester Stallone. Auch der ist, natürlich, alt geworden, 60 im letzten Jahr, und auch dessen Karriere ist seit mindestens 10 Jahren irgendwie hängen geblieben. Also erzählt Rocky Balboa auch Slys Geschichte. Und, mal unter uns, die Rocky Saga mit dem echt schwachen Teil 5 zu Ende gehen zu lassen, das wäre auch einfach nichts gewesen.
Also wird erst Mal beobachtet. Stallone lässt uns an seinem/Rockys Leben eine Weile Teil haben, bis es dann langsam in Richtung Training und dann Ring geht. Rocky steht alleine auf, Adrian („Adriaaaaaaaaan!!!“) ist inzwischen verstorben und er erzählt die immer gleichen Geschichten in seinem Restaurant, wo die Wände mit Bildern, Trophäen und anderen Erinnerungen an alte Zeiten geschmückt sind. Rocky kauft für seinen Laden ein, versucht irgendwie den Kontakt zu seinem Sohn nicht abbrechen zu lassen, auch wenn der es ihm nicht gerade leicht macht, weil er versucht, von diesem „Sohn vom Champ“ Image wegzukommen. Auch Paulie geht inzwischen einem richtigen Job nach, doch so richtig glücklich in seinem Leben scheint auch er nicht zu sein.
Durch einen Computerfight, wo der junge Rocky gegen den amtierenden Champion gewinnt, wird die Boxwelt wieder auf ihn aufmerksam und es dauert nicht lange, bis der Computer Kampf real wird, allerdings mit dem 60jährigen Rocky…
Doch, wie gesagt, das ist alles gar nicht so wichtig. Hier geht es um einen gealterten Helden, dem das einzige, was er in seinem Leben richtig konnte, auf Grund seines Alters genommen wurde. Wie leicht wäre es wohl gewesen, diesen Film zu verhunzen? Also ihn mit Peinlichkeiten und rührseligen Anekdoten oder dergleichen schmalzig und eklig wirken zu lassen? Sehr einfach. Doch Stallone gelingt es sehr gefühlvoll und absolut ohne irgendeine Peinlichkeit sein Alter-Ego Rocky in Würde alt werden zu lassen. Und am Ende jubeln wir mit ihm. Mal abwarten, was RAMBO 4 so bringt….

Ingesamt klare 8 von 10 Punkten für das mehr als würdige Ende einer Legend und wohl auch Lebensgeschichte. Was mir übrigens gefehlt hat war EYE OF THE TIGER, denn das gehört schon irgendwie auch zu Rocky seit den 80ern...

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13-02-07
"Saw 3", USA 2006, 113 Min., Regie: Darren Lynn Bousman
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Mann! Wenn ich daran denke, wie ich damals den ersten SAW Teil im Kino sah, packt es mich immer noch. Seit dem hat mich wohl kaum ein Horror Film mehr so gepackt und davor wohl auch nur selten. War doch SAW wunderbar einfach gemacht, der Film spielte zu 75% in einem Raum und kostete gerade Mal 1,5 Millionen US$, er war spannend erzählt, ziemlich brutal und hatte ein Ende, wo du im Kino im wahrsten Sinne des Wortes die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen hast! Also ich zumindest, so umgehauen hat mich das damals. Und auch beim zweiten oder dritten Mal anschauen hatte der Film immer noch was.
Für SAW 2 war es dann schon nicht einfach da irgendwie mitzuhalten, doch, SAWprise, es gelang! Zwar wurde alles ein wenig ausgebaut doch wieder überzeugte der Film mit einem Ende, mit dem man wirklich nicht gerechnet hatte. Also war klar, bei SAW zählt vor allem der Schlussgag. Was also, wird sich Jigsaw, der böse Killer, der versucht seine Opfer zu erziehen, dieses Mal ausdenken und am Ende mit dem DADAAAAA!!-Effekt auflösen?
So sitzt man nun in SAW 3 und überlegt von Anfang an. Hmm, was könnte das heißen? Wie kann das ins Puzzle passen und vielleicht das Ende beeinflussen? Oder ist hier vielleicht geplant, dass später dann…?
So ähnlich läuft das ab, während wir Jeff, das Hauptopfer aus Teil 3, dabei beobachten, wie er sich durch Jigsaws Fallen wühlt. Und die haben es in sich. Vergesst alles aus Teil 1 und 2, wenn ihr meint, das war brutal, dann habt ihr noch gar nichts gesehen. SAW 3 ist der mit Abstand brutalste und blutigste Film der Reihe. Da wird eine Gehirn-OP gemacht und die Kamera hält drauf, da werden die Knochen und Genicke gebrochen und treten aus dem Körper hervor und die Kamera hält drauf und so weiter. Klar, das gehört irgendwie schon zu SAW, schließlich ist das ein Film der neuen Gattung „Hardcore Horror“, aber ich fands trotzdem heftig. Und als alter Zombie- und Horrorfan bin ich dann doch einiges gewöhnt, hatte ich gedacht.
Wie auch immer, Jeff stolpert da von Falle zu Falle, während eine Krankenschwester versucht Jigsaw so lange es geht am Leben zu erhalten, denn mit dem Mann geht es bergab. So läuft der Film so vor sich hin, brutale Szene hier, brutale Szene da, und irgendwie denkt man sich, na ja, bei SAW 1 und 2 wars spannender. Aber das Ende kommt ja erst am Schluss.
Und da, mit einem Mal, wird man dann doch wieder überrascht! Plötzlich stellt sich wieder dieser „Ahaaaaa!“-Effekt ein, den man so gut aus SAW kennt, die Augen weiten sich, weil man DAS wiederum nicht bedacht hatte und, ja, es endet wieder blutig. Und Jigsaw gewinnt. Denn Jigsaw gewinnt immer, ebenfalls ne SAW Regel.
So ist SAW 3 dann doch noch ein ganz gelungener Abschluß einer Trilogie, die, wie es so oft aber nun Mal ist, dennoch mit dem besten Teil begann. Warum es jetzt aber in Saw 4 gehen soll, der immerhin schon diesen Oktober in den USA starten soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, da SAW 3 wirklich als ziemlich „abschließend“ endet.

 

Insgesamt gibt’s 6 von 10 Punkten, weil der Film doch ne ganze Weile braucht, bis man merkt, dass man in einem SAW-Film ist. Und das ist doch recht SAW-untypisch.

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13-02-07
"Schwere Jungs", GER 2007, 94 Min., Regie: Marcus H. Rosenmüller
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Ein knappes halbes Jahr kommt schon der nächste Film vom „Wer früher stirbt ist länger tot“ Regisseur Marcus H. Rosenmüller ins Kino und ganz Bayern war natürlich gespannt, was das werden würde.
SCHWERE JUNGS handelt von den zwei Garmisch-Partenkirchner Rivalen Dorfler und Gamser, die sich schon als Kinder während der Mitte der 30er Jahre nicht ausstehen konnten. Dorfler zum Beispiel gewann das Bobrennen, dass die Dorfjugend damals ausrichtete und das hängt Gamser bis heute nach.
1952, 16 Jahre später: Dorfler hat es zu was gebracht, er betreibt die örtliche Brauerei und hat sich jetzt mit seinem Team auch noch für die Olympischen Winterspiele in Oslo qualifiziert, wo zum ersten Mal seit Ende des 2. Weltkriegs wieder ein Deutsches Team starten darf. Gamser findet das, natürlich, zum kotzen, seine Schreinerei läuft nicht, seine Frau macht ihm Streß und sein ganzes Leben lang sieht er immer wieder, wie alles, was Dorfler anfasst, funktioniert und ihn zum Gewinner macht. Doch dann erfährt er, dass sich noch ein zweites Deutsches Team für die Winterspiele qualifizieren darf und schon trommelt er seine alten Bobfreunde zusammen. Die Qualifikation gelingt, es geht nach Oslo und dort soll Dorfler endlich mal besiegt werden.
Leider, aber das war wohl auch klar, ist SCHWERE JUNGS bei weitem nicht so lustig wie WER FRÜHER STIRBT. Trotzdem handelt es sich um eine nette, bayrische Komödie, die wieder alles tut um das Genre des bayrischen Mundart Films wieder zu beleben, was Rosenmüller hoch anzurechnen ist, handelt es sich hier bei doch um den schönsten Dialekts Deutschlands.
Doch die Gags möchten nicht so ganz zünden, zu oft sind sie schon zu erkennen oder bauen sich nicht so schön auf und funktionieren dann wie in WER FRÜHER STIRBT.
Allerdings ist auch SCHWERE JUNGS schön beschmückt mit kauzigen Figuren aus Bayern, die unter anderem auf die zwei Bobs verteilt sind. Da merkt man schon, Rosenmüller kann Charaktere entwickeln, auch wenn deren eigene Entwicklung und spätere Versöhnung für das Vaterland auch schon vorher zu „riechen“ war.
Alles in allem ein recht kurzweiliger Film, der ein paar nette Gags zu bieten hat, mit Rosenmüllers Meisterwerk WER FRÜHER STIRBT aber leider nicht mithalten kann. Und der erste Film nach dem Meisterwerk muss sich leider am meisten am Vorgänger messen lassen.

Insgesamt 6 von 10 Punkten, für die Bayrische Sprache, die wunderbare und vor allem echte bayrische Winterkulisse und weil’s halt eben ein Rosenmüller Film ist.

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11-12-2006
"Casino Royale", USA/UK/GER/Czech Republic 2006, 144 Min., Regie: Martin Campbell
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Bin ich überhaupt fähig und "authority" genug um eine Review über den neune Bond zu schreiben? Eigentlich wäre das Aufgabe vom Matze, denn wenn einer Bond in und auswendig kennt, dann der. Vielleicht schreibt er ja auch noch ein paar Worte. Ich probiers jetzt einfach Mal...
Daniel Craig also als Nachfolger von Pierce Brosnan, den ich persönlich ja recht gut und passend als James Bond fand. Sprich immer cool, vornehm und Gentleman like. Craig ist da schon eher der Proleten Bond, der Hau-drauf Bond, der prügelt und dem auch wurscht ist, wie er seinen Martini bekommt. Das alles passt auch zum Typen Daniel Craig, finde ich, und das ist es wohl auch, was die Macher mit dem neuen Bond erreichen wollten, eine nicht unbedingt komplette Veränderung des Typen James Bond, aber eben eine neue Richtung. Nicht falsch verstehen, Craig hat auch Style und kommt cool rüber, aber ich brauchte doch eine Weile, bis ich mich an ihn gewöhnt hatte. Klar auch, dass die Action Eins a inszeniert ist, grade Bonds erste Verfolgung eines vermeintlichen Terroristen zu Beginn des Films.
Ach ja, ne Story gibts natürlich auch noch. Die war mir nach 30 Minuten immer noch nicht so ganz klar, was wohl auch nicht so wichtig ist. Viel wichtiger ist, dass Bond schließlich im "Casino Royale" landet, dort auf, wir kennen ihn aus "Adams Äpfel", den wunderbaren Mads Mikkelsen trifft und plötzlich anfängt auch mal echt coole Sprüche zu bringen und irgendwie ganz anders rüber kommt. Ich muss sagen, ab dem Teil im Casino gefielen mit Craig und der Film richtig gut. Klar, dass man nicht 45 Minuten lang edel angezogene Herren beim Poker spielen beobachten kann, deswegen gibts dazwischen immer wieder Mal ein paar eingestreute Action Szenen, Bond wird schnell mal vergiftet (ja, er überlebt) usw.
Richtig, da fehlt ja noch was! Die Frauen! WIE KANN MAN DENN DIE FRAUEN IN EINER BOND REVIEW ERST SO SPÄT BRINGEN?!?! Da fällt mir gerade noch ein Unterschied zwischen Craigs und Brosnans Bond ein: Craig verschmäht doch tatsächlich eine echt scharfe Latino Schönheit um schnell nach Miami zu fliegen und einen Bösewicht zu verfolgen. Pierce hätte beides hinbekommen. Garantiert.
Bevor es dann ins Casino geht treffen wir schließlich auf das richtige Bond Girl, nämlich Eva Green als Vesper Lynd, die mich persönlich ja sofort in sie verliebt gemacht hat. Das interessante: es gibt eine kurze Szene im Bad, wo sie ungeschminkt ist und mit Bond über Anzüge quatscht. Und da sieht die noch Mal viel hübscher und mehr zum verlieben aus!

Insgesamt klare 7 von 10 Punkten, da mirl wie geasagt Craig und Film ab dem Casino Teil richtig gut gefielen, Eva Green eine Augenschmaus ist und die Reihe "Bond" immer noch für gute Action Unterhaltung steht.

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11-12-2006
"Severance", UK/GER 2006, 90 Min., Regie: Christopher Smith
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Gut informierte Horror und Splatter Fans haben inzwischen bestimmt schon von "Severance" gehört, wird der Film doch eigentlich in den Printmedien ganz gut beworben und des öfteren mit den letzten großen Horrorfilmen aus GB, wie etwa "28 Days Later", "Shaun of the Dead" und "The Descent" genannt. Das lies natürlich hoffen, vorallem weil auch der Funfaktor wie in "Shaun" nicht zu kurz kommen sollte, wie es hieß. Doch wie so oft, wenn die Erwartungen so hoch gesteckt werden, enttäuscht der Film ein wenig.
Mitarbeiter eines Britischen Rüstungskonzerns verbringen ein Wochenende bei einer abgelegenen Berghütte (herrliches Horrorfilm-Klischee) ihres Chefs im Ungarischen Hinterland um dort den wohl etwas verloren gegangenen Teamgeist wieder zu erlernen. Dazu soll etwa gemeinsames Gotcha spielen helfen. Doch, natürlich, ist dort nicht alles so friedlich, wie man es erhoffte, sondern der Ort entpuppt sich als ehemaliges Sanatorium für durchgeknallte russische Soldaten, die leider auch nicht geheilt wurden und - genau - dort irgendwie immer noch herumspuken.
Der Film bietet ein paar schöne Gore Szenen, nette Einfälle und auch witzige Momente, wo der schwarze Britische Humor der Macher wunderbar dazu passt. Aber irgendwie bleibt danach trotzdem so ein "Naja, soooo gelohnt hat es sich jetzt auch nicht" - Gefühl. Was bestimmt an den Erwartungen liegen kann, die ich nach einigen guten Reviews zu dem Film hatte.
Auch ein Grund sind wohl die Figuren, die zu 99% Klischeebehaftete Horrorfilm Charaktere sind, wie etwa der kiffende, coole Sprüche Klopfende Mitarbeiter auf der einen Seite und der nerdige, dickliche Loser Typ auf der anderen. Oder die heiße Blondine aus Amerika vs. die eher langweilige Britsche Alternative Tusse, die (netter Einfall) "humane" Tretmienen entwickelt. Und natürlich darf auch der etwas dämliche Abteilungsleiter nicht fehlen, der die Truppe zwar mit vollen Hosen verlässt und abhaut, als es ernst wird, dann aber schließlich doch noch ein paar der Bösewichte mit ins Grab nimmt.
Hinzu kommt, dass die Mischung aus "Survival Horror" à la "Hostel" oder "Saw" gemixt mit den eher Comedyhaften Szenen und Momenten irgendwie auch nicht ganz aufgeht. Dann doch lieber beim guten alten "Shaun" bleiben, wo dieses momentan trendige "Survival" Element zwar größtenteils fehlt, die Mischung aus Horror und Comedy aber trotzdem wunderbar funktioniert.

Ingesamt trotzdem gute 5 von 10 Punkten, für einige schön blutige Szenen, fast nackte ungarische Nutten in einem Erdloch, ein paar gute Gags und einen Flammenwerfer. Und ich eben Horrofan bin. Allerdings gehört dieser Film für mich garantiert nicht in die Riege der letzten großen Britischen Horrofilme.

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11-12-2006
"Children of Men", UK/USA 2006, 109 Min., Regie: Alfonso Cuarón
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"Children of Men" ist so ein Film, der leider nicht sehr groß beworben wird, obwohl er mit ca. 70 Millionen US$ Budget keine kleine oder gar billige Produktion ist. Jedenfalls schade, denn so entgeht einigen bestimmt einer der interessantesten Filme des Jahres, denn auch diese Review kommt etwas spät nach dem Kinostart, der bereits am 08. November war.
Gut, dieser Film wird nicht allen gefallen, denn er ist vorallem eines: eigen.
Fer Film spielt im Jahre 2027, die Welt ist am Ende, es herrscht Chaos, nur in Großbritannien, einem reinen Militärstaat, gehts noch einigermaßen zu, was eine Welle an Flüchtlingen anlockt, die wie die Tiere abgewimmelt und in seperaten "Zonen" aufbewahrt werden und somit von der Einreise abgehalten werden sollen. Und seit 18 Jahren wurde kein Kind mehr geboren, da mit einem Schlag plötzlich alle Frauen unfruchtbar wurden.
Mehr will ich gar nicht verraten, braucht es auch nicht. Regisseur Alfonso Cuaron entwickelt eine so realistische Zukunftswelt, die der Gegenwart bereits jetzt viel näher als die 20 Jahre scheint. Es spiegelt sich viel aktuell Weltpolitisches in dem Film, was ein wenig weitergesponnen wird und dann erst Recht mehr als möglich erscheint. So entsteht eine spannende Geschichte, die mit Theodore, gespielt von Clive Owen, der mir in letzter Zeit immer besser gefällt, nicht nur einen tollen Hauptdarsteller sondern auch eine tolle Hauptfigur hat.
Doch was mich eigentlich umhaute war die Kameraarbeit. Als Fan von langen Einstellungen, am liebsten mit Steady-Cam, ohne Schnitte, kam ich hier mehr als auf meine Kosten. Da gibt es Szenen, wo gut 5 Minuten einfach nicht geschnitten wird. Und das mitten in einem Krisengebiet, wo hier Panzer vorbeifahren, da Rebellen auftauchen und ne Schießerei entsteht, dann geht es in ein fast verfallenes Haus, voll gepackt mit Flüchtlingen und so weiter. Das wiederum ist aber alles nichts gegen die Autofahrt nach etwa 30 Minuten im Film...ich grüble jetzt noch, wie das bitte denn gedreht worden ist.

Insgesamt 8 von 10 Punkten für das so realistische Endzeitszenario, die spannende Geschichte und die tolle Kameraarbeit. Wer also den Film noch irgendwo in einem Kino entdeckt, reingehen! Ansonsten auf die DVD warten, wo hoffentlich wenigstens ein bißchen über dieses endlos takes erzählt wird...

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11-12-2006
"Deutschland - Ein Sommermärchen", GER 2006, 108 Min., Regie: Sönke Wortmann
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Jaja, was war das doch für ein Sommer. Fussball WM und sogar RICHTIGES Sommerwetter! Also mit Sonne, 30 Grad und das auch noch ein paar Wochen lang. Nicht schlecht, nicht schlecht. Kaum zu glauben, dass das schon wieder gut 6 Monate her ist. Und kaum zu glauben, dass jetzt doch auch schon Sönke Wortmanns WM-Doku "Deutschland - Ein Sommermärchen" gerade im Fernsehen lief! Der war doch gerade noch im Kino, oder?
Anfangs hatte ich ja nicht geglaubt, dass der Film groß jemanden interessieren würde, schließlich war das WM-Hoch genau so schnell wieder verflogen wie damals die beiden Itailen Tore im Halbfinale fielen...Dann kam mir aber, dass durch den Film wohl all die schönen eigenen Erinnerungen an die WM wieder hochkommen. Und das müsste es dann ja für ganz Fussballdeutschland, und das war zur WM ja so ziemlich ganz Deutschland, interessant machen. Und so fanden inzwischen mehr als 3 Millionen Leute den Weg ins Kino um noch Mal das schöne Gefühl und die gute Zeiut dieser 4 Wochen hochzukitzeln. Und genau davon lebt der Film.
Deutschland spielt gegen Costa-Rica, logisch, Augustiner Biergarten hier um die Ecke, spitzen Stimmung, davor Weißwurschtfrühstück, dann übelst viel Bier, danach Afterparty in der WG. Deutschland gewinnt gegen Polen 1:0 in der Nachspielzeit, klar, Kameliterplatz in Graz, mit Flo und 1500 Ösi-Fussballfans. Deutschland gegen Schweden im Halbfinale, sicher, wieder Augustiner Biergarten, übelst beschissene Schlägerstimmung, weil viel zu voll (Biergarten und Leute) und keiner mehr was sehen konnte auf den zwei popeligen Leinwänden, daher die "besten ersten 30 Minuten einer Deutschen Mannschaft" (Zitat Jürgen Klinsmann) verpasst. Also in der Halbzeit zum Björn, da weiterschauen. Elfmetern gegen die Argentinier, richtig, im Olypmiastadion, mit Benedikt und Felix im Arm, dann jubelnd wieder Mal Leopoldstraße. Oh Mann, es fehlen ja immer noch zwei Spiele! Ihr könnt euch denken, wie es weitergehen könnte...
Tja, und so geht es wohl jedem der diesen Film sieht. Dazwischen gibts relativ langweilige und belanglose Szenen im Hotel, beim Massieren, beim Trainieren usw. zu sehen, vor den Spielen Klinsis feuernde Ansprachen, die teilweise untertitelt gehören sollten, weil sein Schwäbisch das ein oder andere Mal mit ihm durchgeht, wenn die Emotionen hochkommen. Auch Yogi Löw ist da so ein Kandidat, was wohl auch beim Team ab und an für Verwirrung sorgte. Zumindest bei Bernd Schneider. Und ob Poldi und Schweini überhaupt was von Taktik oder gar Grammatik verstehen, frag ich mich jetzt erst recht...
Klar, dass so ein Film nicht "spannend" oder sowas ist, war ja "Die Passion Christi" auch nicht, denn jeder weiß vorher schon, wie es ausgeht. Den einzigen dramaturgischen Kniff gestattet sich Herr Wortmann, in dem er mit Bildern nach der Niederlage gegen Italien anfängt, das wars dann aber auch.
Trotzdem hat dieser Film klar eine Daseinsberechtigung, denn er dokumentiert einen der schönsten Sommer seit langem. Und bringt einem "unser" Team, dass uns 4 Wochen lang mitfiebern lies und unterhielt, auch ein Stück näher. Ich wußte zum Beispiel nicht, dass Christoph Metzelders Spitzname "Metze" ist.
Gehört dieser Film aber wirklich ins Kino? Ich glaube nicht, auf dem Fernseher tut es das genau so, daher war ich froh, mir die paar Euro fürs Kinoticket gespart zu haben und konnte so schon gemütlich vorm Fernseher noch Mal an den tollen Sommer zurück denken. Daheim ist's halt doch am schönsten.

Insgesamt aber trotzdem nur 5 von 10 Punkten, da der Film zu 90% von den eigenen Erinnerungen an den Sommer lebt, kaum neues bietet und die wohl richtig interessanten Szenen (nein, ich meine keine Duschszenen) eh draußen gelassen wurden.
Und wer die WM nicht selber miterlebt hat, versteht sowieso nur Bahnhof, bzw. Abseits.

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19-11-2006
"Borat", USA 2006, 84 Min., Regie: Larry Charles
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Puhh, Bauchschmerzen....ich weiß auch gar nicht, was ich groß erzählen soll, außer, dass ich viel gelacht habe. Die meisten werden wissen, worum es in etwa in "Borat" geht, es würde ja bereits viel berichtet, wie er es schafft, den Leuten Meinungen und Ansichten heraus zu locken, die sie wohl wem anders, der nicht so "fremdlich" und "kulturell unterentwickelt" wirkt, nie erzählen würden.
Was den Charakter Borat, genial verkörpter von Sacha Baron Cohen, zu etwas besonderem macht, ist seine kindliche, liebe Art, dem man einfach nicht zutraut, dass er etwas böses tun würde. Man verzeiht ihm alles. Fast alles, denn die Polizei wurde wohl trotzdem 91 Mal gerufen, während "Borat" gedreht wurde.
Borat fliegt in 84 Min. von Kasachstan nach New York und macht sich von dort dann schnell auf den Weg nach Los Angeles um seine große Liebe Pamela Anderson, die plötzlich in sein Leben trat, zu treffen. Auf dem Weg dort hin gibt es die bereits aus der "Ali G. Show" bekannten Interviews zu führen und dieses Mal lernt Borat dank einem Humor-Coach, was Amerikanischer "Humor" (?) ist, quatscht mit Feministinen, bekommt Tischmanieren verpasst und sucht den Pussy-Magnet. Unter anderem. Denn kaum zu glauben, es gibt ja auch die Rahmenhandlung, oder nennen wir es den roten Faden, das trifft es wohl besser. Dafür sorgen etwa Borats Produzent Azamat, mit dem Borat in einem Hotel die wohl beste Schlägerei/Verfolgungsjagd der Filmgeschichte abliefert. Das Kino wieherte.
Jetzt frage ich mich nur, wieviel von diesem Film wirklich echt ist. Es muss viel sein, denn all die Leute, die Boart so begegnet, zu casten hätte nicht so gut funktioniert. Doch wenn eine Pamela Anderson ins Spiel kommt und von Boart in einen Sack gesteckt werden soll, glaube ich nicht, dass das nicht in irgendeiner Weise vorher abgesprochen war. Obwohl, die Schläge der Security wirkten wiederum auch sehr real...

"Boart" kriegt ganz klar 9 von 10 Punkten, weil Sacha Baron Cohen eine Figur entwickelt hat, die man einfach mögen muss, egal was sie macht und sich nebenbei noch in die Riege der lustigsten Charaktere der Filmgeschichte einreiht. Der letzte Punkt zur Bestwertung bleibt verwehrt, weil mir 84 Minuten Borat zu wenig waren. Und er kein Bayer ist...:-)
DOCH ACHTUNG: den Film unbedingt auf Englisch anschauen!!!! Habe von der Deutschen synchronisierten Fassung nur Schlimmes gehört.

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19-11-2006
"Adams Äpfel", DEN/GER 2005, 94 Min., Regie: Anders Thomas Jensen
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Der Skinhead Adam kommt aus dem Knast und wird zur Resozialisierung in eine kleine Kirchengemeinschaft um Pfarrer Ivan gesteckt. Jeder sucht sich dort eine Aufgabe und Adams wird es den Apfelbaum im Garten zu pflegen um den anderen schließlich irgendwann einen Apfelkuchen zu backen.
Doch eigentlich geht es in "Adams Äpfel" um schräge Typen. Sehr schräge. Die irgendwie miteinander klar kommen müssen. Adam hat nen Hau weg, eh klar, aber der eigentlich durchgeknallteste in dem Kirchenverein voll Säufer, Verbrecher und Versager, ist Pfarrer Ivan, toll gespielt von Mads Mikkelsen, den ab nächster Woche die ganze Welt als den neuen James Bond Bösewicht kennen wird. Und der Mann muss einstecken, Auweh. Also seine Rolle Ivan jetzt. Selten eine so schiefe Nase gesehen...dänischer schwarzer Humor ist das wohl. Überhaupt gibt es Szenen im Film, wo man laut lacht, sich dann aber denkt, ohhh, eigentlich, ja, schon recht hart.
Schnell entwickelt sich ein persönlicher Konflikt zwischen Adam und Ivan, wo keiner nachgeben will sondern versucht, den anderen zu brechen. Je mehr sich das zuspitzt, desto mehr greift Regisseur Jensen in die Bibelzitate Kiste und verschäft die Stimmung des Films.
Allerdings hängt das manchmal ein wenig, sprich, irgendwie fehlt was und der Funke springt nicht so ganz über. Und man fragt sich, was genau sollte das jetzt? Doch Mikkelsen und Co. retten über solche Momente hinweg, es gibt, wie gesagt, viele absurde Figuren und Szenen zum lachen, aber auch solche, wo man die Zähne ein wenig zusammen beißt.

Ingesamt 7 von 10 Punkten, weil Mikkelsen ne geile Sau ist, der Film zu einem Großteil von seinem eigenen Humor und einer tollen Kameraarbeit lebt und ich Dänische Filme irgendwie halt mag.

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02-10-2006
"Das Parfüm", GER/SPA/FR 2006, 147 Min., Regie: Tom Tykwer
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Zugegeben, ich konnte nicht ganz unvoreingenommen in diesen Film gehen. Momentan arbeite ich mit zwei Leuten zusammen, die die Ehre hatten beim „Parfüm“ mitzuarbeiten und jedes Mal, wenn die beiden von den Dreharbeiten erzählen, hänge ich an ihren Lippen und lausche, wie es ist so großes Kino zu machen. Da bekommt ein Dustin Hofman eben einen 60 qm Wohnwagen als Aufenthaltsmobil, da gibt es Szenen mit 700 Komparsen, für die alle Kostüme angefertigt werden und so weiter.
Jedenfalls, und da wird niemand widersprechen können, ist „Das Parfüm“ eine ganz, ganz große Produktion, die umwerfend aussieht. Allein der Fischmarkt zu Beginn, auf dem unsere Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille geboren wird ist so was von wunderbar eklig in Szene gesetzt und geschnitten, was den Einstieg in den Film sehr gelungen macht.
Ich habe vor Jahren das Buch gelesen, fand es sehr gut, doch bin ich gerade bei dieser Adaption der Meinung, dass der Film einfach als eigener Film betrachtet werden sollte. Sicher, Filme, die auf Romanen basieren, müssen sich immer mit ihrer Vorlage vergleichen lassen, doch sollte man sich dabei trotzdem klar machen, dass die Geschichte auf ein ganz anderes Medium übertragen wird, was ganz anders funktioniert. Irgendwie muss man eine besondere Fähigkeit, wie hier das riechen, was ein Segen für einen Roman, aber ein großes Hindernis für einen Film ist, visuell erzählen. Davon lebt ein Film nun mal. Und als Film funktioniert „Das Parfüm“ für mich einwandfrei. Natürlich lässt sich drüber streiten, ob man einen Psychopathen wie Grenouille, der von Ben Wishaw etwas „Forrest Gump mäßig“ (treffendes Zitat von Fifi) aber trotzdem sehr toll und passend gespielt wird, als Hauptfigur eines Filmes erzählen darf. Zwar mag er mit seiner X-MEN artigen Fähigkeit cool rüber kommen und somit eine deutlich böse Person sympathisch erscheinen lassen, doch ein Film darf so etwas. Auch finde ich es ok, dass das Leiden oder die Ängste von Grenouilles Opfer nicht groß thematisiert werden, was ebenfalls kritisiert wurde, denn darum geht es in diesem Film nicht. Es geht um den Verrückten Grenouille.
Woran ich mich jedoch noch im Buch zu erinnern meine, und das störte mich an der Verfilmung, war, dass Grenouille seine Opfer für sein Parfüm auf Grund ihres besonderen Geruchs auswählte. Im Film wirkt das alles etwas wahllos, während einer Montage sammelt er einfach die Gerüche seiner Opfer und es scheint nicht so, als ob diese Damen etwas Besonderes für ihn und seine Nase seien. Zwar wird erwähnt, dass sie alle sehr schön seien, aber das nur am Rande. Einzig die wunderbare und bildhübsche Karoline Herfurth wird als wahrer Nasenschmaus für Grenouille dargestellt. Sie ist allerdings auch sein erstes Opfer.

Alles in allem aber ganz klar 8 von 10 Punkten, da Tom Tykwer eine gelungene Adaption eines Stoffes gelang, die lange als unverfilmbar galt. Und die Bilder und Sets sind ein Augenschmaus, der schon alleine den Kinogang rechtfertigt.

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02-10-2006
"Snakes on a Plane", USA 2006, 105 Min., Regie: David R. Ellis
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Schon ne Weile her, dass ich den sah, doch als kommende DVD Empfehlung, denke ich, kann man diesen Film schon jetzt empfehlen. Denn SNAKES ON A PLANE ist ein klarer Vertreter der Gattung „Partyfilm“, der mit mehreren Zuschauern und Bier noch einiges an Qualität gewinnt. Im CINEMA hier um die Ecke war aber auch so einiges los, Fans hatten sich mit T-Shirts und Plastikschlangen bewaffnet, sssssssssssstn durch das Kino und jubelten viel.
Die Story ist bescheuert und schnell erzählt:
Ein Surfer wird auf Hawaii (oder irgendwoanders, wo man halt surfen kann) Zeuge eines Mordes und soll gegen den fiesen Mafiaboss nun in L.A. (oder New York? Ach, egal!!!!) aussagen. Samuel L. Jackson, der, so heißt es, in seinen Vertrag schreiben lies, dass der Film auch wirklich SNAKES ON A PLANE heißen wird, darf den Polizeioberwachtmeister spielen, der ihn zur Aussage ermutigte und nun im Flieger begleitet.
Aber der clevere Oberboss hat 500 giftige Schlangen ins Flugzeug geschmuggelt um den Surfer umzubringen.
Wow. Soviel dazu. Der Film wurde bereits vor Monaten schon so was von gehypet im Internet, dass sich das Studio entschied ein paar blutige Szenen nachzudrehen, Titten einzubauen und somit auf das geplante Rating PG-13 (in etwa wie bei uns „ab 12) zu verzichten und den Film mit einem RATED R (in etwa wie bei uns „ab 16“) zu starten.
Und das alles tat dem Film nur gut! Sind doch Titten, Blut und Gossensprache die besten Zutaten für einen Partyfilm! Was SNAKES ebenfalls noch als Pluspunkt zu Gute gehalten werden muss, ist der schwarze und böse Humor in einigen Szenen. Hier stirbt der kleine, süße Hund zum Beispiel. Und das Kino jubelte.
Im Internet kursieren bereits Ideen für Fortsetzungen oder ähnliche Filme wie „Piranhas on an escalotor“ oder „Bears on a submarine“, natürlich auch alle mit Samuel L. Jackson, der seinen Satz „I want these motherfuckin’ snakes off that motherfuckin’ plane“ dann einfach nur variieren muss.
Und das Kino jubelt.

Insgesamt 7 von 10 Punkten für schöne, pure Kinounterhaltung, die bestimmt nichts für jemanden ist, der Anspruch erwartet. Aber, hey, solche Filme muss es auch geben. Und ich sehe sie gerne.

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21-08-2006
"Wer früher stirbt ist länger tot", GER 2006, 104 Min., Regie: Marcus H. Rosenmüller
Seite und Trailer


Puhh, wie beginnt man eine Review zu einem Film, dem man 10 von 10 Punkten geben wird? Ich könnte wieder Mal mit ein paar Worten zur Entstehungsgeschichte schreiben, aber da ist mir leider nicht sehr viel bekannt. Außer, dass ich mit der Kostümbildnerin bereits einmal bei einem Kurzfilm zusammen arbeiten durfte.
Regisseur Marcus Rosenmüller, ab jetzt ein Name, den man sich merken muss und eines meiner Deutschen Regie-Vorbilder, kommt aus Bayern. Sonst wäre dieser Film auch nicht so geworden. Er studierte an der Münchner HFF und hat jetzt mit seinem Kinodebüt "Wer früher stirbt ist länger tot" nun direkt einen Film abgeliefert, der als Publikumsliebling bestimmt eine sehr lange Laufzeit und damit ebenso lange Lebenserwartung haben wird. Ähnlich wie bereits "Die Scheinheiligen", ebenfalls eine moderne Bayrische Komödie, die schon vor 3 Jahren den schlimmen Ausdruck "Heimatfilm" total renovierte. "Wer früher stirbt..." ist aber, das muss man sagen, noch besser und lustiger als der wunderbare "Die Scheinheiligen".
Das Münchner MAXX Kino, wo ich den Film gestern sah, war jedenfalls so gut wie ausverkauft und mit Leuten aus allen Alterschichten gefüllt. Nicht schlecht für einen Film, der nicht überall beworben wird, keine Millionen von Euro gekostet hat und auch nicht 150 Minuten lang ist. Und genau deshalb wird der Film auch sein Publikum finden und davon mindestens 99% (aus Bayern definitiv 100%) glücklich und zufrieden aus dem Saal entlassen. Ich hab's ja mit Filmen aus Bayern, die bei mir als Lokalpatriot einen extra Bonus genießen, aber ich denke, der Film ist sogar für die Leute aus dem Norden was.
Der 11jährige Sebastian, der in einem kleinen Dorf in der Nähe von Rosenheim (zumindest den Autokennzeichen nach zu urteilen) aufwächst, wird plötzlich mit dem Tod konfrontiert, als sein großer Bruder ihm klar macht, dass er am Tod der Mutter schuld sei, die nach Sebastians Geburt gestorben ist.
Das klingt jetzt nach einem schrecklich ernsten Provinzdrama, aber das ist es nicht. Es ist alles andere als das. Dieser Film erzählt seine Geschichte mit soviel Witz und Herz, dass man am liebsten in dieses Dorf ziehen möchte um die Figuren kennenzulernen. Das Publikum im Saal lachte jedenfalls mehrmals so laut, dass man den Ton nicht mehr verstand.
"Wer früher stirbt ist länger tot" ist ein Film, der schön in sich geschloßen ist und, vorallem, wunderbar funktioniert. Dazu tragen die vielen saukomischen Szenen und Witze bei, aber auch die wenigen ruhigeren und ernsten Momente.
Entdeckung des Films ist Markus Krojer als Sebastian, der der neue Lausbuben Hansi aus den "Die Lümmel von der ersten Bank" oder "Wir hau'n die Pauker in die Pfanne" Filmen werden könnte, wenn sowas heute noch gemacht werden würde. Auch der Rest des Ensembles, teilweise mit Gesichtern aus "Die Scheinheiligen" bestückt, überzeugt auf ganzer Linie.

Insgesamt also ganz klare 10 von 10 Punkten für die schöne Geschichte, den Wirsthaus Charme und vorallem: Bayern.
Also anschauen, solche Filme unterstützen und sich auf 104 Minuten allerfeinste Deutsche Kinounterhaltung freuen!
Max

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17-08-2006
"Superman Returns", USA 2006, 154 Min., Regie: Bryan Singer
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Müssen teuere Filme eigentlich heutzutage weit über zwei Stunden laufen? Letztens erst "Fluch der Karibik 2" und jetzt wieder "Superman Returns", wo mit Produktionskosten von ca. 200 Millionen US$ und einer Laufzeit von 154 Minuten also jede Minute gut 1,3 Millionen US$ verschlungen hat. Da fehlt allerdings noch das Marketing plus die gut 40 Millionen US$ Entwicklungskosten, die Warner Bros. in den letzten zehn Jahren ausgaben um den fünften Film auf die Beine zu stellen.
Regisseure wurden verschlissen (u.a. Tim Burton, McG, Brett Rattner), Ideen von Autoren verbraten (u.a. Kevin Smith, J.J. Abrams) und noch mehr Schauspieler als Superman gecastet (u.a. Nicholas Cage, Josh Hartnett, Jerry O'Connell, Ashton Kucher), bis mit Bryan Singer schließlich doch noch einer auf dem Regiestuhl Platz nahm, der in seinen letzten Filmen, die ersten beiden X-MEN Filme, eigentlich fast alles richtig gemacht hatte. Bei SUPERMAN RETURNS kann man das leider nicht sagen.
Erfreulich ist, dass Singer sich für den Original Superman entschied und nicht von unzähligen Renovierungsversuchen von Produzenten und Studios beeinflußen lies. Superman darf hier fliegen und seinen blauen Anzug mit dem roten Umhang tragen und auch sein Löckchen, was ich Christopher Reeves schon immer am liebsten aus dem Gesicht wischen wollte, ist wieder da. Also Respekt für Singer, der sich dem Hollywood-Trend, alles modern machen zu wollen, nicht unterwarf. Das macht auch alles Sinn, irgendwie, denn das zeichnet Superman schließlich aus: er kann fliegen und trägt sein behämmertes Kostüm. Sam Raimi, Regisseur von SPIDER-MAN 1 und 2, schaffte es, Spider-Mans Kostüm aufzupeppen, ohne, dass sein klassischer Ansatz verloren ging. Gut, Spider-Mans Kostüm ist einfach nicht so zeitlos gay, wie das von Superman. Da ergaben sich wohl mehr Möglichkeiten. Spider-Man hat außerdem die cooleren Moves und Fähigkeiten drauf, das aber nur am Rande.
Jedenfalls dauert es eine knappe halbe Stunde, bis wir einen unbekannten Schauspieler sehen, der im Superman Kostüm zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren wieder auf der Leinwand die Menscheit beschützen darf. Und das zieht sich.
Der Film baut ein paar Handlunststränge ein, die bereits auf einen zweiten Teil hindeuten. Ob es den geben wird oder gar geben muss, sei hier dahin gestellt. Doch diese Szenen machen den Film einfach zu zäh. Außerdem reißt einen die Geschichte nicht richtig mit. Klar, Superman muss die Welt retten, um was anderes ging es ja auch in den Comics nie, aber irgendwie ist alles so belanglos, weil, klar, er gewinnt am Ende eh. Ein absehbares Happy End hat zwar vielen Filmen noch nicht geschadet, doch da braucht es dann einfach Überraschungen und Wendepunkte um den Zuschauer bei Laune zu halten. Hier mal Leute retten, dann dort und immer wieder Szenen mit Lois Lane, das reicht nicht und, vorallem, wirkt folglich nicht.
Hinzu kommt, dass so gut wie alle Darsteller ziemlich blass bleiben. Grade Brandon Routh als Superman enttäuscht, wirkt langweilig und zu geschleckt. Da könnte man sich jetzt streiten, ob ein kerniger und etwas fertiger Superman überhaupt sinnvoll wäre, denn was soll ihn denn kernig machen, wenn ihm nichts etwas anhaben kann? Und warum die ausdruckslose Kate Bosworth Lois Lane spielen musste, wird wohl ein Geheimnis des Regisseurs bleiben. Doch sie passt so gut zu Brandon Routh. Nur Kevin Spacey als Lex Luthor, dem es sichtlich Spass machte seine Rolle zu spielen, bringt etwas Leben nach Metropolis. Doch ausgerechnet ihm gönnt Synger die wenigsten Szenen.
Natürlich ist nicht alles schlecht in diesem Film. Dass Singer Action inszenieren kann weiß man ja. Und als Lex Luther dann schließlich beginnt die Welt zu bedrohen wird es sogar kurz "interessant". Doch zu sagen spannend wäre schon wieder zuviel, das fällt leider viel zu schnell wieder ab.
vielleicht habe ich den Fehler gemacht und mich, wie schon sehr oft, zu sehr auf den Film gefreut. Der Trailer machte mich schon zu früh zu neugierig auf den Film, was erfahrungsgemäß oft dann schließlich zu Enttäuschungen führt.


Insgesamt leider nur 5 von 10 Punkten, wegen größtenteils lahmen Darstellern, lahmer Story und alles in allem gut 30 lahmen Minuten zu viel.
Max

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15-08-2006
"Napoleon Dynamite", USA 2004, 82 Min., Regie: Jared Hess
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...lief bei ganzen zwei (2!!) Vorstellungen NAPOLEON DYNAMITE. Ich hatte den Film letztes Jahr schon ein paar Mal auf Ami-DVD gesehen, aber als ich jetzt erfuhr, dass er kurz im CINEMA hier um die Ecke läuft, war klar, der muss einfach nochmal auf der großen Leinwand geschaut werden.
NAPOLEON DYNAMITE ist einer dieser Filme, wo ich nach der Entstehungsgeschichte schon immer sehr, sehr happy bin, dass sie gemacht wurden und dann auch noch ordentlich Geld einspielten. Bereits im Sommer 2003 als Independent Streifen für grade mal 400 000 US$ gedreht und in den USA 2004 im Kino gewesen, spielte der Film dort schließlich knapp 45 Millionen US$ ein. Eine Bilderbuch Erfolgsgeschichte also, wie sie alle paar Jahre mal ein Idependent Film schreibt. Zuletzt etwa SAW, der allerdings ein ganz anderes Genre bediente. Im Mai 2006 schaffte es Napoleon dann doch noch bei uns ins Kino, verschwand aber leider viel zu schnell wieder. Irgendwie auch verständlich, denn der Film ist schon etwas speziell. Gerade was den Humor angeht.
Hauptfigur ist, natürlich, Napoleon Dynamite, ein High School Schüler aus einem kleinen Nest irgendwo im Nirgendwo in Idaho. Napoleon ist ein Außenseiter, den sogar die meisten anderen Außenseiter meiden würden. Der Film erzählt, was in seinem kleinen Kaff und seinem kleinen Leben so passiert. Wir lernen seinen Onkel Rico kennen, der seiner High School Fottballkarriere nachtrauert, seinen älteren Bruder Kip, der eine heiße Affäre online in Chatrooms gestartet hat und seinen neuen Freund Pedro, ein Mexikaner, der neu an die Schule kam. Der entschließt sich schließlich sich als Schülersprecher aufstellen zu lassen, wobei Napoleon ihm natürlich hilft. Bis dahin ist aber schon lange mehr als der halbe Film vorbei.
Doch NAPOLEON DYNAMITE lebt nicht so sehr von der Story, es sind Ideen, die Figuren, die Situationen und die Details, die diesen Film einfach zu etwas besonderem machen. Und ebenso viel tragen die Schauspieler dazu bei, vorallem Jon Heder verkörpert Napoleon als wohl DEN Filmnerd der Filmgeschichte, der natürlich sein Happy End bekommt, es auf dem Weg dahin aber ganz und gar nicht leicht hat. Mit ihm leidet man als Zuschauer, aber man versteht auch seine Mitschüler, die Napoleon, genau wie wir, einfach "ertragen" müssen. Doch man wird Napoleon nicht so schnell vergessen, denn er wächst einem ans Herz.

Insgesamt 8 von 10 Punkten, für die wunderbaren Charaktere, die tolle Independent Entstehungsgeschichte des Films und vorallem wegen Jon Heder als Napoleon Dynamite. Leider wird man aber wohl jetzt auf die DVD warten müssen, um den Film zu sehen.
Dann aber unbedingt nach dem Abspann weiterschauen!
Max

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01-08-2006
"Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest", USA 2006, 150 Min., Regie: Gore Verbinski
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Zu Deutsch (freie Übersetzung): Fluch der Karibik 2’!
Es war der späte Sommer 2003 als ich mich flüchtend (-um nicht aus einer flüchtigen Bekanntschaft eine tiefegreifende Beziehung zu stolpern-) im Kino versteckte – nur um dort nichts ahnend sofort in die nächste wirklich tiefgreifende Liebe meines Lebens zu finden: Jack Sparrow – verzeihung – Captain Jack Sparrrow, seines Zeichens Pirat, war mir doch auf anhieb sympathisch: meist chaotisch geordnet auf der Flucht dann aber auch mal Verflucht – wichtiger für mich als Fan: hat er doch endlich (!) das längst vergessene Abenteuergenre und den Piratenfilm in beinahe biblischer Manier wiederauferstehen lassen!
Jack Sparrow (Johnny Depp) hat damals Weltweit die Kinokassen mit geschätzten 664Mio$ nicht schlecht klingeln lassen*. Klar alles was folgt ist nun rein logisch: never change a winning team (bayr: wenns laaft nacha lass laaffa)! So stellte unser guter alter Bruckheimer, Jerry seitdem seine fleißige Crew der Black Pearl wieder an und beschäftigte die Herren Verbinski, Gore (Regie), und geschätzte 300-1000 weitere schwerschaffende Crewmitglieder – bis hin zu meinem Abspann-Liebling – dem „Contact-Lense-Technician“.
Logo, es war davon auszugehen das beim zweiten Teil nicht gespart wird (dem war auch so mit einem schlappen produktions budget von geschätzten 150-200Mio$) – aber wie tritt das sequel nun die Nachfolge des ersten an?
Was zu erwarten war: ein absolut hinreissender, weil unverschämt komischer Johnny Depp, tolle Musik, ebenso Sets und Kostüme, ClassA CGI und super Action – und in der tat, alles sehr Oscarverdächtig! Was aber wird mit der Story sein? Im ersten Teil lastet ein Fluch auf dem Aztekengold und seinen Räubern. Als ich las, dass Captain Sparrow diesesmal dem ‚herzlosen’ Piraten Davy Jones (Bill Nighy) seine Seele schuldet – befürchtete ich einen flachen abklatsch.
Ins Kino nahm ich einen Zettel + Stift mit, um mir diesmal Kernelemente zu sichern!
Darauf stehen wirklich nur diese mikrigen Punkte:
- Disney neues Logo – viel besser
- Endlich: Krähen!!!
- Contact Lense Technician!!!!!!!
Mehr hab ich einfach nicht geschafft.
Von Anfang bis ende schnelles, astreines und kurzweiliges Sommerblockbuster-Hollywood-JohnnyDepp-Kino. Sparrow war – wie zu erwarten – der Augenschmaus – die Action war dank gelungenen slapstick-einlagen nie wirklich langwierig - wir denken da an eine besagte Flucht vor einem Kanibalenstamm und geradezu ‚rädernden’ Kämpfen (bisweilen auch die Optik rädernd)!
Der Film steht dem ersten Teil nicht wirklich nach, wenngleich die klassischen Sparrowmomente diesmal nicht so unerwartet kommen wie im ersten.
Dead Man’s Chest hat als zweiter Teil - und als unbedingter Vorbereiter auf den Dritten - meiner Meinung nach ein klein wenig an Zug eingebüßt – aber ich denke einbüßen müssen. Minus gibts bei mir nur für die liebe Miss Swan (Keira Knightley), die zwar letztendlich nochmal für Verwirrung sorgt, die ich aber irgendwie doch ‚a wengerl blass’ fand.

Alles in allem kriegt er 9 von 10 Punkten, weil: bissl zu wenig Zug für 10 aber genug Depp und intelligent selbstkarikierendes Spektakel. Am allerbesten hat mir ja doch die Sprache der Kannibalen gefallen --- ach ja lohnt sich die ca. 10min abspann reinzuziehen nicht nur der Mucke wegen... da kommtnoch was!
Und jetzt heissts wieder warten warten warten – bis es ans Ende der Welt geht...* Um noch eins von vorneherein klarzustellen: Ohne Johnny Depp gäbe es –denke ich- keine Trilogie! Kaum auszumalen – wäre Russel Crowe, Jamie Foxx oder gar Tom Cruise als Captain Jack an board der Black Pearl gegangen...

Matze


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01-08-2006
´ "The Fast and the Furious: Tokyo Drift", USA 2006, 104 Min., Regie: Justin Lin
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...gabs den für mich dritten Film in dieser Woche, nämlich die sozialkritische Milleustudie "Tokyo Drift" aus der vom katholischen Filmdienst mehrfach prämierten Doku-Drama-Reihe "The Fast and the Furious".
Der Amerikanische Außenseiter Sean, dessen Liebe zu Autorennen, sein selbstzerstörerischer Hang sowie der radikale Fahrstil ihn immer wieder in Probleme bringen, wird schließlich zu seinem Vater nach Tokyo geschickt und soll nun dort die Schule besuchen. Schnell findet er dort neue Freunde, doch nicht alles ist...ach, scheiß drauf!
Eigentlich völlig Schnurz, was in dem Film passiert, hauptsache die
Reifen glühen, die Motoren heulen auf und die Beifahrermädels sind leicht bekleidet. Eigentlich eine Schande, dass jemand wie ich, der nicht die Bohne Ahnung von Autos hat, sich so einen Film ansieht, doch wenn man mit Profis wie dem Kiez und dem Till reingeht, ist das schon in Ordnung. Der Saal war nachmittags am Kinotag eh zu 90% mit 12 bis 15jährigen gefüllt, die selber noch nie am Steuer gesessen sind, da hat das sowieso keiner gemerkt.
Jedenfalls macht der Film anfangs nicht den Fehler und versucht groß eine Geschichte aufzubauen, sondern setzt ganz auf die schnell geschnittenen und schön inszenierten Autorennen. Freunde von PS-Monstern und den oben erwähnten Eigenschaften dieser Filmreihe, kommen auf ihre Kosten. Den Produzenten war wohl auch klar, dass sie mit einem Hauptdarsteller, der etwa die Mimik eines Steines besitzt (so schauen darf eh nur Steven Seagal), nicht viel an Emotionen heraus kitzeln werden/sollten. Trotzdem frag ich mich, warum sie die störenden Szenen, wo die "Charaktere" plötzlich versuchen sinnvoll oder gar philosophisch (!) zu reden und die "Geschichte" sich ein wenig entwickeln soll, nicht einfach draußen liesen. Nicht reden - Auto fahren!
Was folgt ist handwerklich eins A
gemachtes 0815 Kino, was Zielgruppen orientiert in Deutschland bestimmt einen Haufen Interessenten finden kann, die dann auf dem Heimweg sich und die Freundin gegen den ersten Baum fahren. Auch das ist den Produzenten klar gewesen, daher kommt direkt nach dem Ende eine "Jackass"-ähnliche Ansage, dass Profis diese Stunts auf gesperrten Straßen ausführten und man sie nicht nachmachen...ach, scheiß drauf! Immer Vollgas, Alda!

Insgesamt 5 von 10 Punkten, da der Film nicht, wie etwa "Poseidon", groß versucht, eine Story zu erzählen, sondern sich meistens klugerweise auf sein Actiontalent konzentriert. Und das reichte für mich an einem verregneten Kinotag.
Max

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28-07-2006

"Poseidon", USA 2006, 99 Min., Regie: Wolfgang Petersen
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....sah ich schließlich doch noch das Remake von "Poseidon" im Mathäser und zwar am Starttag von "Fluch der Karibik 2". Kein Wunder also, dass ich so ziemlich alleine im Kino war.
Der Film wurde ja im Vorfeld nicht sehr gut besprochen (u.a. vom SPIEGEL sehr schön zerrisen), floppte in den USA (22,1 Millonen US$ Einspiel am ersten Wochenende bei einem geschätzen Budget von ca. 160 Millionen US$ sind quasi ein Weltuntergang für das Studio) und trotzdem wollte ich ihn unbedingt sehen. Warum? Nun, ich mag Filme mit Wassermaßen, war mir sicher, dass auf der Leinwand trotzdem einiges geboten wird und hatte einfach Lust auf dickes Hollywood Kino. Sehen muss man diesen Film aber wirklich nicht.
Viel hatte ich mir nicht erwartet, also wurde ich auch nicht besonders enttäuscht, doch trotzdem gehört der Film in die Schublade "langweiliges und überflüßig". Irgendwie interessiert einen keine Sau auf diesem Schiff, da können noch so viele bei der Monster-Horror-Welle-des-Grauens ersaufen und spektakulär durchs Boot geschleudert werden. Die Handvoll Klischeebeladener Figuren, denen wir dann auf dem Weg raus aus dem Boot folgen, gehen einem ebenfalls am Arsch vorbei. Vorallem der dumme kleine Junge Connor, der blöde Fragen stellt und Scheiße baut, die nur dazu dient, dass wieder irgendwer (meistens er) vom Anführer Dylan heldenhaft gerettet wird, ohne dass danach irgendetwas erklärt wird. Zum Beispiel: Warum ist der Junge plötzlich weg, als die Truppe kurz verschnauft und überlegt, wie es jetzt weiter geht? Wird nicht beantwortet. Warum ist er dann plötzlich in einem Käfig, wo es keinen Eingang gibt und der mit Wasser volläuft? Wird nicht beantwortet. Und wie zur Hölle rettet ihn dann Dylan, wenn es da, wie er kurz vorher sagte, keinen Eingang gibt? Naja, ist ja auch egal.
Dafür gibts ein paar endlos Tauchszenen, die ich immer ganz gerne sehe, ordentlich Wasser durch Scheiben schlagen und am Anfang eine schöne, lange Kamerafahrt um und über das Boot.
Ob sich das jetzt fürs Kino lohnt? Nicht wirklich, außer man kann auch Filmen, wo man schon vorher weiß, dass sie eher enttäuschen werden, für sich was abgewinnen. Oder an einem verregneten Kinotag vielleicht. Auf DVD wird der Film nochmal ein Stück an Wert verlieren, da die Bilder auf der Leinwand auf jeden Fall was her machen, am Fernseher aber wohl eher absaufen dürften.

Insgesamt bekommt der Film trotzdem von mir 4 von 10 Punkten, wegen der gut gemachten Action und weil Kurt Russel einfach ne coole Sau ist.

Max

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18-07-2006
"Populärmusik aus Vittula", Schweden/Finnland 2004, 105 Min.
Regie: Reza Bagher

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...und zwar im Open-Air Kino im Westpark lief diese saukomische, aber auch teilweise heftige Kömodie. Basierend auf dem gleichnamigen Roman erzählt die Geschichte das Erwachsenwerden in den 1960ern von zwei Freunden in einem Kaff im hohen Norden Schwedens.
Bereits im Alter von 7 lernen sich Matti und Nilla kennen und erleben einige komische Ereignise in ihrer Stadt. Wie etwa wenn der erste Schwarze in die Stadt kommt und als Priester eine Rede hält, die Nilla mit den paar Brocken Esperanto, die er aus dem Radio kann, für das ganze Dorf übersetzen soll. Oder als sich ihr Leben plötzlich grundlegend verändert, wenn eine Beatles Platte gegen eine Bibel getauscht wird und das neue Rock'n'Roll Feeling gleich in der Schule während der "lustigen Stunde" den Klassenkameraden und der Lehrerin vorgeführt wird.
Der Film ist durchgehend zum schreien komisch und fesselnd, es wird nicht eine Sekunde langatmig oder gar langweilig, dazu ist der Film einfach zu vollgepackt mit liebenswerten und schrägen Charakteren, die allesamt wunderbar gecastet wurden. Besonders beim Hochzeitsessen von Mattis Onkel bitte auf die Familienmitglieder achten!
Auch die etwas heftigeren Szenen, die wohl zu dem Leben in dieser Zeit an diesem Ort dazugehören, fügen sich ohne Probleme in den Film ein.

Saubere 9 von 10 Punkten, aber auch nur, weil ich als Muiskfilmfan gerne noch etwas mehr Auftritte der Schülerband gesehen hätte...
Max

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