Die Praxis des Grauens (2007) - 12 Min., HDV Mini35
Story
Irgendwann muss jeder
zum Zahnarzt. Auch Lili.
Screenings
LILI - Screenings:
- 23.12.2007 - Premiere in München
- 10.05.2008 - Werkstatt für junge
Filmer Wiesbaden
- 11.05.2008 - Judgement Night Movie
A-Wels
- 30.05.2008 - CrankCookie Kurzfilmtage
Passau
- 22.06.2008 - Back.Up Festival Weimar
- 04.07.2008 - Fünf-Seen-Filmfestival
Starnberg
- 08.07.2008 - Kurzfilmabend Eichstätt
- 25.07.2008 - Flimmersession beim
Kulturspektakel Gauting
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Ein paar Sätze zur Entstehung…
Puhh,
die Lili…ganze 16 Monate hat uns dieser Film beschäftigt.
Daher werden es ein paar Sätze mehr.
Im August 2006 kam Benedikt mit der Idee, doch Mal was in einer Zahnarztpraxis
zu drehen. Nach ein oder zwei anderen Geschichtsentwürfen kam schließlich
der Gedanke mit Lili und ihrem ersten Zahnarztbesuch auf. Und da wir
schon immer von Filmtiteln wie „Schreckensinsel der Zombies“
oder „Fahrstuhl des Grauens“ begeistert waren, war von Anfang
an auch der Titel dabei.
Als es ans Casting ging, dachten wir natürlich zu erst über
Lili nach und überlegten auch, ob wir aus ihr einen Jungen machen
sollten, weil wir nicht genau wussten, wen wir für die Rolle überhaupt
finden würden. Flo fiel ein Bekannter ein, der zwei jüngere
Geschwister hatte, nämlich Clara, damals 10 Jahre alt, und Julius,
damals 12.
Wir trafen Clara Ende August 2006 zum ersten Mal und hatten für
sie eine Casting-Fassung geschrieben, wo Lili Text hatte, was eigentlich
anfangs gar nicht so gedacht war. Lili sollte den ganzen Film nicht
reden. Aber Clara machte das so toll, dass danach klar war, dass Lili
einfach reden muss. Und ihr Bruder Julius machte den Jungen im Wartezimmer.
Michael Jäger (Dr. Dorn) hatte ich ein paar Monate zuvor ganz flüchtig
bei einem Praktikum kennen gelernt und im August wegen der Rolle einfach
Mal angeschrieben. Antwort kam prompt, er sei für so was immer
zu haben. Man traf sich, verstand sich und er bot sogar noch weitere
Hilfe an, so dass wir über ihn an sein Zahnarztkostüm, etwas
Lichtequipment und eine große Catering-Kaffeemaschine kamen.
Für die Rolle der Mutter gaben wir bei crew-united ein Gesuch auf,
wo sich ein paar Damen meldeten, unter anderem auch Claudia Pfaud. Claudia
kam zu einem kurzen Casting, lernte da Clara kennen und da die beiden
sich nicht nur ein wenig vom Aussehen her ähnelten sondern auch
gut miteinander konnten, war sie schnell an Board.
Nina kannten wir schon von „Das Übliche“ und hier war
sie von vornherein als die Sprechstundenhilfe eingeplant. Christiane,
Benedikts Schwester, auch im wahren Leben Zahnärztin, spielte sich
quasi selber, ihr Mann Florian machte den Vater im Wartezimmer und Kiki
muss einfach eh immer mitspielen. Da er nur eine kleine Rolle hatte,
kümmerte er sich einfach noch ums Catering und bewirtete die 20
Mann große Crew an den zwei Drehtagen.
Während all dem ging es auch an die Zusammenstellung des Teams.
Wir wollten mit einem Mini35 Adapter drehen, mit dem man Filmoptiken
verwenden und somit einen filmischeren Look erhalten konnte. Wir hatten
davon aber Null Ahnung, also musste jemand her, der sich damit auskannte.
In einem Filmforum wurde ich lange Zeit vor der Lili-Idee auf einen
kleinen Film aufmerksam, der mit Mini35 gedreht wurde und wo Julian
„Joules“ Hagen Kamera gemacht hatte. Joules hatte unser
Alter, also schrieb ich eine E-Mail, man telefonierte, traf sich und
schnell war auch er dabei. Durch ihn kamen noch Marcus (Kameraassistenz),
Jakob (Kamerabühne) und Clemens (Licht) hinzu, die eine großartige
Hilfe waren und hoffentlich nicht zum letzten Mal bei einem Diamind
Filmchen mitmachten. Bei so vielen Leuten kam eine ganz neue Funktion
dazu, nämlich die des Fahrers. Den machte Basti, ebenfalls Filmschaffender,
den ich bei der Arbeit kennen gelernt hatte. Auch zum ersten Mal dabei,
obwohl schon sehr lange ein guter Bekannter: Nils, ebenfalls dem Ton
Department angehörig. Der Rest des Teams waren die üblichen
Verdächtigen um Helge, Philip, Benedikt und Matthias.
Bis zum Dreh verbrachten wir dann noch viel Zeit mit Clara, weil wir
sie so gut wie möglich auf den Dreh vorbereiten wollten. Wir probten
mir ihr alleine in der Praxis, wir machten einen Nachmittag lang eine
Art Schauspieltraining, spielten einfach irgendwelche Szenen, filmten
das und schauten uns das dann zusammen an. Und auch zusammen mit Michael
probten wir in der Praxis, damit auch die beiden sich schon Mal vor
Ort kennen lernten. Am Set war Angie, die wir und auch Clara schon lange
kennen, quasi ihre Betreuung. Sie holte Clara ab, kümmerte sich
um sie und ging mit ihr zum Beispiel Eis essen, wenn sie etwas Pause
hatte.
Und an einem Wochenende Mitte November 2006 war es dann so weit: es
hieß wieder „Und Biddäh!“ am Diamind-Set.
Und direkt danach startete dann die gut einjährige Postproduktion.
Allerdings eben nicht am Stück und genau das war das Problem, denn
immer wieder kamen in der Nachbearbeitung Sachen dazwischen, die Vorrang
hatten und somit die Arbeit an LILI erst Mal ein paar Monate aussetzen
musste.
Los gings mit Schnitt bei Helge, wo der auch an seinen Effekten und
viel anderem Postproduction Kram rumdoktorte. Währenddessen war
Sandi, Familien Mitglied der Conradts, am Zeichentisch und entwarf die
19 Bilder der wunderschönen Bildergeschichte,
die um und in den Film verstrickt ist. Die Farbkorrektur des Films macht
Markus Baburske, Arbeitskollege von Helge, mit dem ich, Max, ein paar
Nachtsessions kurz vor der Premiere einlegte um dem Film sein finales
Aussehen zu verpassen, weil Markus tagsüber arbeitete und die Premiere
langsam immer näher rückte. Gott sei Dank ist Markus, genau
wie Helge, ein Freak, dem sowas nichts ausmacht, weil er einfach Lust
auf sowas hat.
Für die Musik hatten wir dieses Mal jemand neuen an Board. Antidy,
ein Berliner Musiker, den ich dort kennen lernte, hatte bereits diverse
Kurzfilme vertont und Lust, Mal musikalisch sowas wie bei LILI zu machen.
Und heutzutage kann man ja wunderbar über das Internet kommunizieren
und sich files hin und her schieben. Mischung und Nachvertonung wurde,
natürlich, wieder in unserem zweiten Zuhause, nämlich bei
Bene im Studio getätigt.
Und so wurde am Ende die anfangs noch am 23.12.2006 geplante Premiere
um genau ein Jahr verschoben.
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Credits
| Darsteller |
| Lili |
Clara |
| Dr. Dorn |
Michael Jäger |
| Mutter |
Claudia Pfaud |
| Sprechstundenhilfe |
Nina von Düsterlho |
| Assistentin |
Christiane Beck |
| Vater im Wartezimmer |
Florian Beck |
| Junge im Wartezimmer |
Julius |
| Kettenraucher-Kiez |
Christoph von Hohberg |
| Erzähler |
Stefan Wilkening |
| Team |
| Produktion, Drehbuch
und Regie |
Max Conradt |
| Nach Ideen von |
Benedikt Uebe
Sebastian Ostermayer
Max Conradt |
| Kamera |
Julian "Joules " Hagen |
| Musik |
Antidy |
| Regieassistenz |
Matthias
Nerlich |
| Kameraassistenz |
Marcus Adam |
| Licht |
Clemens Krüger |
| Kamerabühne |
Jakob
Beurle |
| Licht/Bühnenhilfe |
Philip
Dozauer |
| Ton |
Benedikt
Uebe
Nils Hermanski |
| Nachvertonung und Mischung |
Benedikt Uebe |
| Visual
Effects und 3D |
Helge
Stang |
| Color
Grading |
Markus
Baburske |
| Bildergeschichte
von |
Sandra
Conradt |
| Kinderbetreuung |
Angela
Beisenherz |
| Fahrer |
Sebastian
Stalzer |
| Schnitt |
Max Conradt
Helge Stang |
| Catering |
King
Kiez Katering |
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